Baesweiler: „In Baesweiler ist nicht alles in Ordnung”

Baesweiler: „In Baesweiler ist nicht alles in Ordnung”

Was anderenorts bereits geschehen ist, soll nun auch in Baesweiler erfolgen: die Gründung einer Freien Wählergemeinschaft. Initiator ist Hans Nüßer. In der Stadt des Löwen ist er kein Unbekannter.

Er gehörte rund 30 Jahre der FDP an, bevor er der Partei vor ein paar Monaten den Rücken kehrte. Seitdem sitzt er als Parteiloser im Stadtrat - und will da wieder auch nach der Kommunalwahl mitmischen, wenn ihn zuvor die noch zu gründende FWB als Kandidaten aufstellt und die Wählerschaft mitzieht. Für die neue Initiative hält er zwei Sitze im Rat für realistisch.

Warum das Ganze? „In Baesweiler ist nicht alles in Ordnung”, sagt er. Angesichts der CDU-Mehrheit im Stadtrat sei es schwierig, mit Änderungsvorschlägen durchzudringen. „Es gibt ja auch keine echte Opposition”, wollen der 68-Jährige und seine Mitstreiter frischen Wind ins Kommunalparlament bringen, „bürgernahe Politik” betreiben und auch junge Leute dafür gewinnen, sich zu engagieren und das Gemeinwesen mit zu gestalten Nüßer, der für den Vorsitz der FWB kandidieren möchte, hat schon genügend Leute (sieben an der Zahl) beisammen, um der Gründungsversammlung einen Vorstand zu empfehlen, wie er sagt. Dazu zählten auch „zwei bis drei ehemalige FDP-Leute”.

Angesichts der von ihm festgestellten Unzufriedenheit in Baesweiler ist Nüßer zuversichtlich, auch für alle Wahlbezirke hinreichend Kandidaten zu finden.

„Nicht jeder ist mit der überwältigenden Mehrheit der CDU zufrieden”, habe er sich umgehört. Das gelte für einfache Bürger wie auch Geschäftsleute.

Nüßer und seinen Mitstreitern gehe es um die Sicherheit für Bürger auf Straßen und Wegen, auch um Schulen, um nur einige Themen zu nennen.

Bürgermeister Dr. Willi Linkens will Nüßer nicht pauschal mit der CDU in einen Topf werfen und entsprechend kritisieren, wenngleich er auch mit dem Amtsinhaber schon mal über Kreuz liegt.

Die wichtige Frage, ob die FWB einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufbietet, sich hier zurückhält oder sogar den Amtsinhaber unterstützt, soll und kann nur die Versammlung entscheiden, meint er.

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