Alsdorf: In Alsdorf sind die Rathausoberen bis Aschermittwoch beurlaubt

Alsdorf: In Alsdorf sind die Rathausoberen bis Aschermittwoch beurlaubt

Pünktlich um 11.11 Uhr waren Stadtprinz Horst I. und Lieblichkeit Gerti zur Stelle, um am Fettdonnerstag im und um das Rathaus den Straßenkarneval offiziell zu eröffnen. Warmschunkeln und -trinken waren „in“ — denn es war ordentlich kalt.

Mehrere hundert ausgelassener Altweiber-Narren waren bester Stimmung. Und immer wieder ertönte der Schlachtruf „Alsdorf Alaaf“.

Manch einer der Narren, ob klein, ob groß, hatte sich mit einem Kostüm richtig Mühe gegeben. Vielfalt war Trumpf: Kunterbunte Clowns, zauberhafte Engel, blutrote Teufel, tanzende Kühe und Spinnendamen, smarte Gardisten, süße Mariechen oder Abba-Fans. Ganze Kontingente an aromatischem Getränken wurden geschluckt.

Das diesjährige Motto der weiblichen „Garde“ des Rathauses: „Flower Power in Alsdorf — Die 70er Jahre-Party im Rathaus“. „ABBA“-Fans dürfen da nicht fehlen. Schließlich geht das Gerücht, „ABBA“ sei in Alsdorf... Doch enttäuscht stellen die Fans fest, dass das „ABBA“ in Alsdorf mit drei „B“ („Alsdorfer Bildungs-, Beratungs-, und Begleit-Angebote“) geschrieben wird.

Dennoch, kurzum: Die „Oberhäupter“ der Stadtverwaltung — Bürgermeister Alfred Sonders, Erster Beigeordneter Ralf Kahlen und Dezernent Stephan Spaltner — wurden ihrer Ämter entledigt und bis Aschermittwoch „beurlaubt“. Sie mussten tanzen, singen und ein Zelt aufbauen. Die Narren übernahmen furios das Regiment, angeführt vom Altweiberkabinett des Rathauses als „ABBA“-Fanclub.

Günter Forstenaichner, Präsident der KG-Exprinzen, durfte das Bühnenprogramm eröffnen. Zahlreiche Tollitäten sowie Gäste aus der niederländischen Partnerstadt Brunssum machten den Alsdorfer Jecken zudem ihre Aufwartung. Mit bekannten Mitsingliedern und Schunkelhits heizten die „Tresenritter“ den närrischen Besuchern des bunten Treiben im und um das Rathaus so richtig ein.

(dag)
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