Neues Wohnviertel: Im Frühjahr rücken an der Prämienstraße die Baumaschinen an

Neues Wohnviertel : Im Frühjahr rücken an der Prämienstraße die Baumaschinen an

In der Prämienstraße hat sich länger nichts getan. Wer Alsdorf gen Noppenberg verlässt oder in entgegengesetzter Richtung in die Stadt hineinkommt, der fährt seit geraumer Zeit schon an einer großen Werbetafel vorbei, die hinter einer zur Straße hin abgezäunten Baugrube steht.

Nach aktuellem Stand sollen 54 Wohneinheiten in drei mehrgeschossigen Wohngebäuden entstehen, die Backes mit Baubeginn im kommenden Frühjahr vermarkten will. Hinzu kommen noch einmal 16 Pflegewohnungen, die für sogenannte selbstbestimmte Wohngemeinschaften vorgesehen sind, erklärte Projektmanager Gordon Lambertz vom Immobilieninvestor und Bauherrn Arkitektus GmbH. In die Bauwerke soll auch die Dependance eines Pflegedienstes einziehen.

„In einem Rutsch“

Die grundsätzliche Planung ist laut Backes abgeschlossen. Grund für die jüngste Verzögerung seien Lieferprobleme mit Betonbauteilen, die bereits fertig angeliefert werden sollen. Grundsätzlich sei es derzeit schwierig, die Versorgung mit Handwerkern und Material in einer Weise sicherzustellen, dass der Bau ohne große Verzögerungen durchgezogen werden könne. Um „in einem Rutsch“ bauen zu können, fange man deshalb nun erst im Frühjahr 2019 an, sagte Backes.

Es hatte in der Vergangenheit auf dem Grundstück bereits abseits des Abbruchs einer Reihe alter Häuser, die dort standen, Bautätigkeit gegeben. 2016 war eine Grube für die neuen Wohngebäude ausgehoben und schon einmal mit der Vermarktung von Wohnungen begonnen worden. Wegen ungeklärter Fragen zu Wasser- und Stromanschlüssen — beim Abriss der alten Häuser damals waren Leitungen gekappt und damit unbrauchbar gemacht worden — konnten zunächst keine Verträge mit potenziellen Mietern geschlossen werden. Bereits gewonnene Interessenten waren daraufhin wieder abgesprungen. Außerdem waren die Pläne für den Innenausbau der Gebäude geändert worden, was ebenfalls zu Verzögerungen führte.

Bei den Wohnungen in den insgesamt drei Mehrfamilienhäusern handelt es sich um Eigentumswohnungen. Toni Backes rechnet mit 15 Monaten Bauzeit.

Zweites Projekt: Stadtvilla

Die drei Objekte in der Prämienstraße sind nicht das einzige Projekt in Alsdorf, das vom Immobilienentwickler Arkitektus GmbH entwickelt und von Falc Immobilien vermarktet wird. Während der Baustart des Projekts dort aber noch nicht erfolgt ist, sind die verschiedenen Gewerke auf der Baustelle für eine Stadtvilla am Willy-Brandt-Ring, in nächster Nähe zum Förderturm, schon beschäftigt.

Dort befinde man sich aktuell im Rohbau der zweiten Etage. Auf dem Gelände entsteht ein Mehrfamilienbau, in dem insgesamt acht Eigentumswohnungen und einem Penthouse Platz finden. Wie bei den Gebäuden an der Prämienstraße soll auch dort möglichst barrierearm oder -frei gebaut werden mit Blick auf Menschen, die dort ihren Lebensabend verbringen wollen, auch wenn sie in ihrer Mobilität irgendwann eingeschränkt sein sollten.

Kommendes Jahr im Juni soll der Bau fertig werden. Das Investitionsvolumen am Willy-Brandt-Ring beläuft sich nach Auskunft des Investors auf rund zwei Millionen Euro.

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