Alsdorf: IGBCE-Verdienstmedaille für Günther Schneiderwind

Alsdorf: IGBCE-Verdienstmedaille für Günther Schneiderwind

Er hat die Arbeit der IGBCE im Bezirk Alsdorf mitgeprägt. Als Vorsitzender des Unterbezirks Alsdorf und Sprecher des Regionalforums Alsdorf, Baesweiler und Setterich war das Gesicht von Günther Schneiderwind eng mit der Industriegewerkschaft verbunden. Jetzt wurde er in der Alsdorfer Stadthalle für seine Verdienste ausgezeichnet.

1998 wurde Günter Schneiderwind als Vertrauensmann im Indener Tagebau aktiv. Anfang des Jahres hatte er seine Gewerkschaftsämter niedergelegt. Jetzt erhielt er die Verdienstmedaille der IGBCE, die höchste Auszeichnung, die die Gewerkschaft zu vergeben hat. „Die bekommt längst nicht jeder”, sagte Bezirksleiterin Heike Arndt.

Die Auszeichnung war für Schneiderwind ein sehr emotionaler Augenblick. Eigentlich hätte er gerne noch weiter für die Gewerkschaft gearbeitet - obwohl seine Gesundheit es nicht zulasse. Schneiderwind: „Ich bin meiner Familie dankbar, dass sie die Reißleine gezogen hat. Ich hätte es wohl nicht gemacht, weil die Gewerkschaft mein Leben ist.”

Mit fast 26.000 Mitgliedern in 98 Betrieben und 83 Ortsgruppen zählt der Bezirk Alsdorf zu den größten in Deutschland. Angesichts dieser großen Aufgabe betonte Heike Arndt den hohen Stellenwert ehrenamtlicher Arbeit in der Gewerkschaft. „Bei der täglichen Arbeit soll das Mitglied im Mittelpunkt stehen. Das geht nicht ohne Ehrenamtler.” Dem Geehrten versicherte sie, „dass Deine Gedanken und Deine Arbeit weitergeführt werden”.

Neben seinen vielen Aufgaben in der Gewerkschaft war Schneiderwind tief im Alsdorfer Vereinsleben verwurzelt. Er war aktiver Karnevalist und engagiert im Schützenwesen. Die Gewerkschaftsarbeit will Schneiderwind noch nicht komplett aufgeben. Er bleibt Vorsitzender der Ortsgruppe Kellersberg II. Und er hat sich noch ein Ziel gesteckt. „Die Zusammenführung der beiden Kellersberger Ortsgruppen ist mir bisher nicht gelungen. Ich hoffe, dass wir in naher Zukunft gemeinsam kämpfen.” Detlef Loosz wird sein Nachfolger als Unterbezirksvorsitzender.