Herzogenrath: Herzogenrather Schwimmer sind enttäuscht über den Bäderbeschluss

Herzogenrath : Herzogenrather Schwimmer sind enttäuscht über den Bäderbeschluss

Axel Amelung, Vorsitzender des Herzogenrather Schwimmvereins (HSV), der mit dem Stadtsportverband, dem Kohlscheider Schwimmclub, der DLRG-Ortsgruppe, der Versehrten-Sport-Gemeinschaft und den Triathleten der DJK Elmar ein Bäder(kompromiss-)konzept erarbeitet hatte, ist vom politischen Beschluss in Sachen Hallenbadneubau enttäuscht.

Dem hat er in einem Brief an Bürgermeister Christoph von den Driesch und die Fraktionen Ausdruck verliehen. Besonders der Verzicht auf die gewünschte Beckenbreite von 16,60 Meter stößt den Vereinen auf, aus Kostengründen hatte die SPD-CDU-Groko für 15 Meter votiert, wie sie für die avisierten sechs Bahnen á 2,50 Meter eben nur nötig seien.

Amelung dazu: „Würde man das Hallenbad nun mit einer Beckenbreite von 16,60 Meter bauen, dann erreicht man damit für Schulschwimmen und Jugendtraining insgesamt acht Bahnen ... Diese, vergleichsweise einfache Maßnahme würde den Nutzwert des Hallenbads erheblich steigern!“ Es sei zwar richtig, dass die Idee einer Beckenbreite von 16,60 Meter aus dem Wettkampfsport stamme, so stellt Amelung klar. „Das war aber niemals der Grund, warum wir als schwimmsporttreibende Vereine dafür plädiert haben (und das haben wir auch niemals so geäußert).“

Er finde es „überaus befremdlich, dass uns das sowohl von der Verwaltung — wie im Beschlussvorschlag zu lesen war — als auch einigen Fraktionen unterstellt wird“.

Zweifel hegt Amelung zudem bezüglich der Langfristigkeit (mindestens 20 Jahre) der Bäderlandschaft mit zentraler Halle und je einem Lehrschwimmbecken (LSB) in jedem Stadtteil. Denn die notwendige Sanierung des LSB Leonhardstraße, Baujahr 1962, sieht er als nicht gewährleistet an: Nicht einmal 350 000 Euro seien dafür vorgesehen.

„Das kann bei dem vermutet undichten Becken nur als kurzfristig notwendigste Sanierungsmaßnahme verstanden werden“, so Amelung. „Hier müsste eigentlich sogar geprüft werden, ob im Interesse einer langfristigen Verfügbarkeit eines LSB in Herzogenrath-Mitte (wie von allen Beteiligten gefordert), ein LSB-Neubau nicht wirtschaftlich sinnvoller ist?“

Er betont, „dass wir das Bäderkonzept als Kompromiss sehen, dem wir nur als Gesamtpaket zugestimmt haben“ und hofft, dass man den Konsensbemühungen jetzt offen gegenüber steht.

(bea)
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