Verkaufsoffener Sonntag in Roda gut besucht

Publikumsmagnet Herzogenrather Innenstadt : Der Frühling findet sich rechtzeitig zum Fest ein

Ein verkaufsoffener Sonntag sollte nicht nur für die Händler möglich sein, sondern für alle gelten. Mit diesem Gedanken beschäftigte sich der Herzogenrather Gewerbeverein im Vorfeld des traditionellen Frühlingsfestes in der Innenstadt am Wochenende.

Schnell war die Idee geboren, neben des „Profis” auch den Kindern ein Chance zu geben. Im oberen Teil der Kleikstraße wurde deshalb erstmals ein Kinderflohmarkt angeboten.

Wer sich von seinen Schätzen aus dem Kinderzimmer trennen wollte, um Platz für Neues zu schaffen, der konnte sie beim Frühlingsfest anbieten.

Knapp zehn Stände wurden zu dieser Premiere aufgebaut. Es wurde gefeilscht um Barbies, Playmobil-Figuren und Modellautos.

Auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz konnte man nach erfolgreichem Einkauf den ersten richtigen Frühlingstag des Jahres genießen. Ob Karussell, Imbissbude oder Live-Musik – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Die „Freunde alter Landmaschinen” hatten ihre Schätzchen wieder in der Kleikstraße positioniert. Foto: Yannick Longerich

Ina Hauswirth hatte als Vorsitzende des Herzogenrather Gewerbevereins zusammen mit den Kollegen das Event organisiert: „Mit dem Wetter haben wir natürlich einen absoluten Glücksgriff gelandet. Die Leute nehmen das Angebot sehr gut an.”

Nach den Querelen der vergangenen Jahre um die verkaufsoffenen Sonntag hat sich die Lage in Herzogenrath-Mitte mittlerweile eingespielt. Zwar durften weiterhin nur die Händler öffnen, deren Läden sich in unmittelbarer Nähe zum Straßenfest befinden, jedoch tat dies dem Besucherandrang keinen Abbruch.

Der Samstag gestaltete sich traditionell allderings ruhiger als der Sonntag. Viele Geschäfte machten den Bummel durch die Innenstadt mit zusätzlichen Sonderrabatten und Aktionen noch schöner.

Für Jutta Katterbach (Buchhandlung) war wie für viele Kollegen der reine Umsatz erst einmal zweitrangig: „Es ist ein Zugeständnis für unsere Kunden. An solchen Tagen kann man uns am besten kennenlernen.”

Auf der Hauptbühne am Ferdinand-Schmetz-Platz hatte sich am frühen Samstagabend bereits das Musik-Duo „Partytoaster” eingefunden. Kirmesattraktionen und die milden Temperaturen ließen die Zeit wie im Flug vergehen.

Alte Landmaschinen

Neben den Partytoastern, die auch am Sonntagnachmittag wieder für Stimmung sorgten, hatte sich auch eine ganze Armada historischer Fahrzeuge angemeldet. Die IG „Freunde alter Landmaschinen” war mit ihren Schätzchen in die Kleikstraße gefahren und klärten die staunenden Besucher über die alte Technik auf.

Wer nicht aufpasste, ging vielleicht beim Schlendern auch dem Clown „Desalles” auf den Leim. Der Kamerad mit den zu groß geratenen Schuhe sorgte nicht nur bei den kleinen Besuchern des Frühlingsfestes für große Heiterkeit. „Das war ganz toll, ich musste fast weinen, so sehr habe ich gelacht”, erzählte die kleine Lena (6) aus Merkstein.

Astrid Krzemien, Besitzerin des „Spielzeugplaneten” an der Afdener Straße, gehört zu den Händlern, die etwas abseits des Zentrums öffnen durften. Sie freut sich sehr über die vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr.

Eine Erhöhung dieser Anzahl sieht sie jedoch kritisch: „Vier Sonntage reichen vollkommen. Es ist vor allem schade für die Geschäfte rund um die Burg, die aufgrund der Regelungen nicht öffnen dürfen.” Aus Sicht der Einzelhändler dient der verkaufsoffene Sonntag mehr und mehr der Repräsentation denn dem reinen Tagesumsatz. .

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