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Weihnachtsbeleuchtung in Herzogenrath

Stadt soll zumindest die Stromkosten bezahlen

Festtagsdekor: Die Stromkosten für die Weihnachtsbeleuchtung in Herzogenrath sollen künftig über den städtischen Etat gedeckt werden. FOTO: Beatrix Oprée

Von Beatrix Oprée Die Weihnachtsbeleuchtung ist Thema im Herzogenrather Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag. Es geht um die Übernahme der Stromkosten. Anlass ist ein Antrag aus dem November.

„Ab sofort“ soll die Stadt die Energiekosten für die Weihnachtsbeleuchtung tragen. So lautet der Beschlussvorschlag für den entsprechenden Tagesordnungspunkt, der in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag, 18. Februar, Beginn 18 Uhr, zur Beratung ansteht. Mit „ab sofort“ ist das Haushaltsjahr 2020 und damit die kommende winterliche Beleuchtungsperiode gemeint.

Bislang sind es die Gewerbetreibenden, die neben Anschaffung und Wartung der Lichterelemente auch die Kosten für den Strom getragen haben. Für das Jahr 2019 sind diese in Herzogenrath-Mitte mit 551 Euro und in Kohlscheid mit 422 Euro zu Buche geschlagen. Da die festliche Illumination an dunkel-kalten Wintertagen aber wesentlich zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Innenstädten beiträgt, war auch in der Politik die Idee gereift, den Einsatz der Geschäftsleute zu unterstützen.

Die SPD-CDU-Kooperation (Groko) hatte deswegen im November per politischem Antrag angeregt, die Energiekosten aus dem städtischen Etat zu bestreiten. Die Beleuchtung trage „ohne Zweifel in erheblichem Maße zur Attraktivitätssteigerung unserer Stadt bei, insbesondere im Zusammenhang mit dem über die Stadtgrenzen hinaus sehr beachteten Burgweihnachtswochenende“, hieß es in der von den Fraktionsvorsitzenden Gerhard Neitzke (SPD) und Dieter Gronowski (CDU) unterzeichneten Begründung. Zudem sei die Zahl „derjenigen, die für die Energiekosten aufkommen“, gesunken, „was zwangsläufig zu höheren Anteilen der Einzelnen“ führe. Eine Tatsache, die Vertreter der jeweiligen Gewerbeverbände in Kohlscheid und Herzogenrath denn auch gegenüber unserer Zeitung bestätigten. In Merkstein indes, wo es zurzeit keine Vereinigung der Gewerbetreibenden mehr gibt und ein seitens der Stadt aufgestellter Weihnachtsbaum auf dem August-Schmidt-Platz das jahreszeitliche Dekor darstellte, soll im kommenden Jahr zusammen mit dem Stadtmarketing für weiteren Lichterglanz gesorgt werden. So das bislang geäußerte Vorhaben.

Rund 600 Euro sollen künftig für jeden der drei Stadtteile eingestellt werden. „Um die Möglichkeit der Gleichbehandlung zu schaffen“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt.

Einen Zuschlag von rund 100 Euro soll es dann doch noch für Herzogenrath-Mitte geben, wo den Geschäftsleuten eine Ausweitung der Weihnachtsbeleuchtung vorschwebt. Im Zuge des so genannten Integrierten Handlungskonzepts Herzogenrath-Mitte (InHK), wie Wolfgang Vorpeil, Geschäftsführer des Gewerbevereins Herzogenrath und Mitglied der InHK-Lenkungsgruppe, unserer Zeitung geschildert hat. Auch auf der oberen Kleikstraße bis zur Einmündung Schütz-von-Rode-Straße, zur Burg hinauf und in den Schürhof hinein soll es ab der kommenden Adventszeit festlich erstrahlen. Die städtebauliche Aufwertung des Bereichs Kirchvorplatz St. Marien/Eygelshovener Straße ist unter anderem mit einem dauerhaften Lichtkonzept Bestandteil des InHK.

Um mögliche Kostensteigerungen auffangen zu können, empfiehlt die Verwaltung, insgesamt 2000 Euro auf dem entsprechenden Sachkonto im Haushalt 2020 sowie für die Folgehaushalte 2021 und 2022 einzustellen. Eine Umfrage unserer Zeitung hatte ergeben, dass die Energiekosten in den anderen Nordkreisstädten in der Regel anderweitig übernommen werden.

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