St.-Sebastiani-Armbrustschützen-Gesellschaft feiert

Herzogenrath : St.-Sebastiani-Armbrustschützen feiern nach alter Tradition

Die St.-Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft von 1250 Herzogenrath feierte nach alter Tradition ihr Schützenfest. Sie sind die heute wohl landesweit älteste noch mit der Armbrust schießende Schützengesellschaft.

Austragungsort des Wettschießens ist seit alters her der Fuchsberg, der während des Schießens von einem Sicherheitsdienst abgesichert wird. Hier gelten strengste Sicherheitsvorschriften und Auflagen, ohne deren Einhaltung dürfte dieses in Deutschland einzigartige Armbrustschießen nicht mehr durchgeführt werden.

Die teilnehmenden Schützen – in diesem Jahr elf Personen – schießen im Halbrund stehend auf den gelben Holzvogel, der auf einer 34 Meter hohen Stange oben auf dem Berg hockt. Eine Runde, vom Signalhorn angekündigt, dauert jeweils 15 Minuten; in dieser Zeit hat jeder Schütze 23 Pfeile, die er abschießen kann. Um die Schützen vor den von der Stange oft unberechenbar zurückprallenden Pfeilen zu schützen, hat man über ihren Köpfen ein Netz gespannt. Wer als Erster den Holzvogel von der Stange holt, ist Schützenkönig.

Zunächst zogen am Samstag die Schützen durch die Stadt zum Fuchsberg um den Scheibenkönig zu ermitteln. In diesem Jahr holte Dr. Tobias Dreßen den Vogel in luftiger Höhe von der Stange. Den linken Seitenvogel holte ebenfalls Dr. Tobias Dreßen, der rechte Seitenvogel ging an Dr. Rolf Wieland.

Der Sonntag begann für die Schützen mit einem Gottesdienst. Am Nachmittag folgte dann der traditionelle Festzug vom Marienkapellchen unterhalb von Burg Rode aus zum Fuchsberg. Vorneweg gingen die Harmonie Cäcilia, die Hellebardenträger, Pfeiljungen und -mädchen, die Einwinder, die Fahne mit „Nellbeck“ Guido Schmetz, die Schützenmeister, Kaiser Wolfgang Essers und die Schützen.

Die Schützen zogen  nach alter Tradition dreimal mit Musik um die Vogelstange, bevor der Erste Schützenmeister Jürgen Schmitz die erste Runde freigab.

Diesmal dauerte es drei Runden, bis G. Matthias Schillings mit seinem 15. Pfeil den Vogel herunterholte. Der Jubel war natürlich riesengroß, und G. Matthias Schillings freute sich im „verflixten 7. Jahr“ seiner Mitgliedschaft wahnsinnig über diesen ersten Titel. Am Abend wurde das Ereignis auf Burg Rode gebührend gefeiert.

(fs)
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