Skulptur und Projektion von Karin Hochstatter und Nicola Schrudde

Künstlerinnen im Dialog : Forum für Kunst und Kultur zeigt zwei Installationen

„Erkundungen der Ungreifbarkeit“ zeigt das Herzogenrather Forum für Kunst und Kultur mit seiner aktuellen Weerkschau „Kepler-452b“: Karin Hochstatter und Nicola Schrudde präsentieren sich als Künstlerinnen im Dialog.

Sie haben die beiden Haupträume mit zwei Installationen in einen riesigen Erlebnisraum verwandelt.

Der Titel der Ausstellung geht zurück auf das Jahr 2015, als der Exoplanet Kepler-452b mit dem namengebenden Weltraumteleskop entdeckt wurde. „Damals entstand die Idee zu dieser Ausstellung. Ein Lichtfänger eröffnet den Blick auf eine womöglich habitable Zone, Licht befördert Fiktionen, Vermutungen, Vorstellungen“, erklärt Fritz G. Rohde, Leiter vom Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath.

Karin Hochstatters „Loop“ besteht aus Flüssigkreide auf Glas, ihre Installation „Doppler“ aus einem Videoprojektor, Polyethylen-Schaumstoff und Glasfaser und das Werk „Zeia“ hat zusätzlich noch Polyestergarn. Hochstatter erzeugt mit Videoprojektionen lineare Lichtstrukturen basierend auf digitalen sowie analogen Zeichnungen und Materialabdrücken.

„Hochstatter und Schrudde begeben sich mit ihren künstlerischen Erkundungen auf die Suche nach Raumkonzepten, die auf spezifische Weise das Unbekannte aufscheinen lassen. In dem Nebeneinander der zwei Ausstellungsräume entsteht eine dialogische Situation der zwei Bildhauerinnen“, erklärt Helga Scholl vom Raum für Kunst Aachen.

Die beiden Kunstschaffenden würden sich in ihrem Interesse an den Qualitäten des Immateriellen treffen. Die Installationen beider Künstlerinnen sind zeitlich begrenzt und werden nur für die Raumsituation realisiert.

Nicola Schrudde zeigt ihre Arbeit „Transit“ aus bemaltem Terrakotta zusammen mit der Videoinstallation „Silbertransit“. Schrudde setzt die Videoprojektion raumordnend ein. Gefilmte Blattoberflächen werden auf Materialien wie Glas oder Aluminium zu skulpturalen Lichtelementen. Mit keramischen Plastiken entstehen landschaftlich magische Gärten und ein Nachdenken über die Natur wird angeregt.

Das Forum ist dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Bei der Finissage der Ausstellung am Sonntag, 22. September, ab 12 Uhr führen die beiden Künstlerinnen persönlich durch die Werkschau. Infos unter www.forum-herzogenrath.eu

(krüs)
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