Schachverein 1949 Herzogenrath feiert 70 Jahre

Spiel der Könige : Der Schachverein Herzogenrath 1949 feiert im Aufstiegsjahr Jubiläum

Im September 1949 kam es in Herzogenrath zur Gründung eines Schachvereins. Seitdem nimmt der Schachverein 1949 Herzogenrath einen festen Platz im Vereinsleben der Stadt Herzogenrath und innerhalb des Aachener Schachverbandes ein.

Sportliche Erfolge gab es viele, mit einem Höhepunkt in der 1980er Jahren, wo der SV Herzogenrath sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich besonders erfolgreich aufgestellt war und seine bisher größte Mitgliederzahl aufwies.

Doch auch aktuell sind die Herzogenrather Schachspieler gut unterwegs, ist doch die erste Mannschaft gerade erst in die Oberliga des Schachverbandes Mittelrhein aufgestiegen. Mit über 50 Mitgliedern gehört der Schachverein 1949 auch heute zu den größeren Vereinen des Aachener Schachverbandes und schickt vier Senioren- und eine Jugendmannschaft in die neue Saison.

Das 70-jährige Bestehen wurde nun auf der Burg Herzogenrath gefeiert. Zu einem Simultanspiel war Großmeister Klaus Bischoff zu Gast, der sich mit insgesamt 18 Deutschen Meisterschaften insbesondere im Blitzschach einen Namen gemacht hat. Der sympathische Großmeister spielte gegen 21 Herzogenrather gleichzeitig Schachpartien. Diese sportliche Disziplin, das Simultanspiel, gibt es in dieser Form nur beim Schach. Klaus Bischoff gewann 16 Partien und spielte fünfmal unentschieden. Noch bis in den Abend hinein plauderte der Gast aus Frankfurt mit den Herzogenrather Schachfreunden über Schach und die internationale Schachszene, bis er sich unter großem Applaus auf den Heimweg machte.

Zur Eröffnung des Simultanspiels konnte Klaus Haverkamp, der Vorsitzende des Herzogenrather Schachvereins, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Herzogenrath, Marie-Theres Sobczyk, den Vorsitzenden des Aachener Schachverbandes, Jürgen Wagemann, und den Präsidenten des Schachbundes Nordrhein-Westfalen, Ralf Niederhäuser, begrüßen. Letzterer würdigte den Einsatz des Herzogenrather Ehrenvorsitzenden Hans-Jürgen Weyer und überreichte ihm wegen seiner mittlerweile über 50-jährigen Mitgliedschaft den Ehrenbrief des Schachbundes Nordrhein-Westfalen.

Ebenfalls einen Ehrenbrief erhielt Philipp Lenemann, der mit über 60 Jahren der Vereinszugehörigkeit ein echtes Urgestein des Herzogenrather Schachvereins darstellt. Nach dem Simultanspiel im Burghof, zu dem sich auch viele Zuschauer einfanden, zogen sich die Schachspieler in die Räumlichkeiten der Burg zurück, wo noch lange das Jubiläum gefeiert und die Siegerehrungen vorgenommen wurden.

Die Sieger der abgelaufenen Saison lauten: Vereinsmeister und Pokalsieger Mekki Samraoui; Blitzmeister und bester Spieler der 1. Mannschaft Ingo Meirick; Schnellmeister Sascha Seibt; Ü-50-Meister Klaus Haverkamp; und die Jugendmeisterschaft ging mit Alva Lahfeld an eine Spielerin. Bester Spieler der 2. Mannschaft, die in der Bezirksliga, der obersten Klasse des Aachener Schachverbandes spielt, wurde Reinhard Pitz, die meisten Punkte der 3. Mannschaft (Bezirksklasse) holte am ersten Brett Mekki Samraoui, und erfolgreichster Spieler der 4. Mannschaft (Kreisklasse) war Christian Quandel.

Besonders gefreut haben sich die Herzogenrather über die Glückwünsche des Schachvereins aus Heerlen, zu dem seit Jahren enge freundschaftliche Beziehungen bestehen. Der Schachverein 1949 Herzogenrath spielt in den Räumlichkeiten der Pfarre St. Mariä Himmelfahrt, Kleikstraße 56, links hinter der Kirche. Seit Gründung ist der Donnerstag der Spielabend, wo ab 18 Uhr ein Jugend- und Anfängertraining stattfindet; anschließend spielen ab 19.30 Uhr die Erwachsenen ihre Wettkämpfe aus und halten ihre Trainingsabende ab. Informationen finden sich auf der Homepage www.svherzogenrath.de. Gäste jeden Alters und jeder Spielstärke sind herzlich willkommen.

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