Radschnellweg Aachen-Herzogenrath

„Nie mehr im Stau stehen“ : Radschnellweg Aachen-Herzogenrath beschleunigen

Im morgendlichen Berufsverkehr standen Vertreter des Runden Tischs Radverkehr am Mittwoch erneut mit einem Transparent „Nie mehr im Stau stehen - Radschnellweg Aachen-Herzogenrath bauen!“ in Kohlscheid an der Roermonder Straße.

Der Runde Tisch Radverkehr, entstanden aus der Bürgerinitiative Pro Radschnellweg Euregio Aachen-Herzogenrath, fordert dringend Beschleunigung bei der Realisierung des politisch bereits beschlossenen Radschnellwegs, hieß es. Dafür sei eine ausreichende Personalausstattung der zuständigen Stellen notwendig, damit die beschlossenen Planungsschritte so schnell wie möglich auch umgesetzt werden können.

Auf den Banner am Straßenrand reagierten laut Initiative zahlreiche Autofahrende mit zustimmendem „Daumen-hoch“ durch ihre Fensterscheiben, während sie sich im Stop-and-Go-Tempo vorbei schoben. Schließlich zeige die Erfahrung aus anderen Ballungszentren, dass schnelle, komfortable und sichere Radschnellwege viele Autofahrer zum Umsteigen bewegen können, so Claudius Wettstein, Sprecher der Initiative. Auch im Raum Aachen müsse der Berufsverkehr klimafreundlicher werden.

„Auch unter den Menschen, die heute wie jeden Tag im Auto nur im Schritttempo vorankommen, sind mit Sicherheit viele, die - entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt - stattdessen lieber schneller und an der frischen Luft unterwegs wären.“ Und für diejenigen am Steuer, die auch in Zukunft aufs Autofahren angewiesen seien, bleibe dann mehr Platz auf der Straße.

„Wir begrüßen, dass alle zuständigen Gremien in der Städteregion Aachen nach dem Abschluss der Machbarkeitsstudie die weiteren Planungsschritte beschlossen haben. Es scheint aber an personellen Kapazitäten zu fehlen, diese Planungsschritte auch zeitnah umzusetzen, “ so Wettstein weiter. Es fehle nicht an den zugesagten Finanzmitteln.

Vielmehr habe das Land NRW als Baulastträger die anstehenden Standardschritte

Linienbestimmungsverfahren und Planfeststellungsverfahren aus personellen Gründen an die Städteregion übergeben, obwohl eigentlich das Land in gleicher Weise zuständig wäre, wie bei jeder Kfz-Landstraße auch. Die Städteregion ihrerseits stoße mit dieser Aufgabe leider ebenfalls an ihre personellen Grenzen.

(red)
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