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4500 Liter Heizöl ausgelaufen: Neustraße bleibt nach Unfall von Tanklaster länger gesperrt

4500 Liter Heizöl ausgelaufen : Neustraße bleibt nach Unfall von Tanklaster länger gesperrt

Der Hänger eines Heizöllasters ist am Freitag in einem Kreisel auf der Herzogenrather Neustraße umgekippt, 4500 Liter Heizöl liefen ins Erdreich und die Kanalisation. Ein großflächig ausgehobenes Loch klafft jetzt auf der Straße, der Bereich ist gesperrt.

Der 27-jährige Fahrer des Lastwagen-Gespanns war am Freitagmittag von der niederländischen Domanialen Mijnstraat gekommen und wollte durch den Kreisverkehr auf der Neustraße/Nieuwstraat in Richtung Herzogenrath weiterfahren. Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel touchierte der Hänger den inneren Bordstein und geriet ins Schwanken. Geschwindigkeit, Massenträgheit und Fliehkraft, so die Darstellung der Polizei, sorgten in Summe dafür, dass der Tank umkippte und schließlich auf der Oberseite zum Liegen kam. Die Zugmaschine blieb auf den Rädern stehen.

Der Fahrer kam mit einem gehörigen Schrecken davon, wie die Polizei beschreibt, ein Notarzt betreute ihn vorsorglich. Feuerwehren aus den Niederlanden und Deutschland errichteten Ölsperren und pumpten die Flüssigkeit ab. Rund 4500 Liter Heizöl allerdings waren schon ausgelaufen, ergossen sich über die Fahrbahn, den Gehweg, ins Erdreich und erhebliche Mengen letztlich in die Kanalisation.

Der Anhänger wurde mit einem Kran der Feuerwehr Aachen geborgen und auf einen Tieflader einer Spezialfirma verladen. Der Einsatz war für die Feuerwehr gegen 20.15 Uhr beendet, wie Wehrsprecher Markus Schröder berichtet. Unter anderem die Kräfte der Hauptwache, der drei Löschzüge der Feuerwehr Herzogenrath, der Einsatzführungsdienst, die Feuerwehr Aachen, die Betriebsfeuerwehr der Firma Robertz, der Kreisbrandmeister und der Fachberater Chemie der Städteregion Aachen waren vor Ort gewesen.

 Mittlerweile ist auf der Neustraße ein großflächiges und mehrere Meter tiefes Loch ausgehoben worden, um kontaminiertes Erdreich zu entsorgen. An der Unfallstelle riecht es immer noch stark nach Öl.
Mittlerweile ist auf der Neustraße ein großflächiges und mehrere Meter tiefes Loch ausgehoben worden, um kontaminiertes Erdreich zu entsorgen. An der Unfallstelle riecht es immer noch stark nach Öl. Foto: MHA/Beatrix Oprée

Für weitergehende Reinigungsarbeiten musste eine Spezialfirma hinzugezogen werden. Das Zugfahrzeug wurde abgeschleppt. Das Umweltamt der Städteregion Aachen überwachte die Arbeiten.

Mittlerweile ist das Erdreich an der Unfallstelle, an der es noch immer stark nach Öl riecht, großflächig und mehrere Meter tief ausgehoben und entsorgt worden. Wie der Herzogenrather Technische Beigeordnete Franz-Josef Türck-Hövener am Sonntag auf Nachfrage mitteilte, müssen wohl auch Teile der Fahrbahndecke und des Gehwegs abgetragen und erneuert werden. Der Bereich Neustraße ist zwischen den entsprechenden Kreisverkehren sowie die Zufahrt von der Domaniale Mijnstraat aus gesperrt worden. Wie lange die Sperrung aufrecht gehalten werden muss, könne noch nicht gesagt werden.

Weitere Maßnahmen, so Türck-Hövener, sahen zudem eine Spülung des abgesperrten Kanalteilstücks sowie ein Abpumpen des Regenüberlaufbeckens unter dem Vegla-Parkplatz vor.

(bea/red)