Konzert des Regenbogenchors 2019 in Herzogenrath

Konzert : „Regenbogenchor“ baut musikalische Brücken

Einen schönen und bunten musikalischen Nachmittag bescherte der „Regenbogenchor" Kohlscheid den zahlreichen Besuchern im evangelischen Lydia-Gemeindezentrum in der Luther-Kirche.

Obwohl ja vornehmlich der evangelische Kirchenchor vor Ort und im sakralen Gesang beheimatet, sind die gut zwei Dutzend Sänger auch im weltlichen Gesang überaus firm, wie die Gruppe unter der profunden und engagierten Leitung von Kirchenmusikerin Andrea Leersch-Krüger am Klavier unter Beweis stellte.

Wenige Tage vor Beginn des Evangelischen Kirchentages begann das Konzert indes mit einem schwungvollen geistlichen Stück: „Damit ihr Hoffnung habt" – dies war das Motto des Kirchentages im Jahre 2010. Weiter ging es mit dem plattdütschen Klassiker „Dat du min leevste bist" (Dass du meine liebste bist), einfühlsam vom Regenbogenchor vorgetragen und einem Geburtstagskanon für alle Zuhörer, welche in diesem Monat ihr Wiegenfest feierten oder noch feiern werden.

Passend zum Namen des „Regenbogenchores" – die Sänger trugen Schals in verschiedenen Farben – erklang dann ein weiterer Klassiker: „Somewhere over the rainbow", ehe dann zur Erheiterung der Besucher ein Telefon durch den Saal klingelte: Auftakt zu einem amerikanischen Hit der vorletzten Jahrhundertwende, welcher die Kontaktaufnahme zweier Liebenden, vermittelt durch eines der damals üblichen „Telefon-Fräulein", persiflierte. Kulturelle Vielfalt zeichnete das Programm des „Regenbogenchores" aus.

Über Norddeutschland und die USA landete der Chor in Afrika mit Weisen aus dem Kongo, in Zulu-Sprache und der abschließenden Nationalhymne Südafrikas - eine religiös inspirierte Hymne gegen das vormals regierende Apartheid-Regimes. Wieder zurück in Europa, stimmte der sowohl in den Frauen- wie Männerstimmen starke und gut besetzte Chor das irische Segenslied „Möge die Straße" an. Die Besucher stimmten mit ein, ist ihnen dieses Stück doch als neues geistliches Lied aus dem Gesangbuch „Lieder zwischen Himmel und Erde" bekannt.

Zwischen den Gesangsdarbietungen präsentierte Andrea Leersch-Krüger einen bekannten lieben musikalischen Gast: Bernhard Savelsberg aus Straß, der wieder sein Cello mitgebracht hatte. Die beiden führten gemeinsam sensibel und mit warmen Ton zwei Liebeslieder auf: „Plaisir d´amor" des französischen Barockkomponisten Martini und "Salut ami" des englischen Romantikers Edward Elgar.

Hausherr Pfarrer Frank Ungerathen bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden. Damit war der schöne Konzertabend aber noch nicht zu Ende. Er mündete bei Kaffee und Kuchen in den gemütlich-geselligen Teil ein, bei dem in Gesprächen alte Kontakte vertieft und neue geknüpft wurden.

(jope)
Mehr von Aachener Nachrichten