Herzogenrath verleiht zum fünften Mal den Integrationspreis

Integrationspreis der Stadt Herzogenrath : Tanz, Musik und hohe Auszeichnungen

Es gehört längst zu einer gut gepflegten Tradition in der Stadt, das große Integrationsfest, zu dem die Stadt und der Integrationsrat alle zwei Jahre einladen.

Zu Ehren von Bürgern und Gruppen, die sich besonders um das Miteinander mit Menschen aus anderen Nationen verdient gemacht haben, die sich kümmern und den neuen Einwohnern so das Einleben in ihrer neuen Heimat erleichtern.

Hauptbestandteil ist die Verleihung des Integrationspreises. Am Sonntag, 15. September, ist dies zum fünften Mal der Fall. Erhalten werden diese renommierte Auszeichnung in diesem Jahr Anne Fink sowie die Frauengruppe „Neuland, Neustart – Frauen finden ihren Platz“.

Umrahmt wird das Ganze von einem bunten und bemerkenswerten Programm mit kulinarischen Besonderheiten sowie einer Menge Musik und Tanz. Erstmalig wird übrigens im Burggarten von Burg Rode gefeiert, als Teil des Herzogenrather Burgsommers.

Preisträgerin Anne Fink, einst Mitbegründerin der Grünen in Herzogenrath, hat sich über Jahrzehnte in verschiedenen Bereichen der Lokalpolitik engagiert, war überdies ehrenamtliche Schöffin am Jugendschöffengericht und viele Jahre im Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes sowie Sprecherin des Forums für Menschen mit Behinderung. Außerdem hilft sie seit Jahren Migranten und Flüchtlingen in Herzogenrath. Sie setzt sich im Verein Internationaler Ökumenischer Arbeitskreis „Hand in Hand“ ein und betreut Familien mit Migrationshintergrund.

Das Projekt „Neuland, Neustart“ ist im Jahr 2016 durch die Bürgerstiftung „Lebensraum Aachen“ gegründet worden, mit der Zielsetzung, die Integration von Frauen mit Fluchthintergrund zu verbessern. Mittlerweile bestehen drei Frauengruppen, die sich wöchentlich treffen, zwei davon in Aachen und eine in Herzogenrath. Alle Gruppen sind offen und freuen sich jederzeit über neue Frauen, auch mit ihren Kindern.

An den Treffen montags von 9 bis 11.30 Uhr im Pavillon „Come-in“ am Herzogenrather Bahnhof nehmen regelmäßig rund zwölf Frauen teil. Sie stammen aus Bangladesch, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Ägypten und Nigeria. Deutsch lernen ist eines ihrer Hauptanliegen. Ein Team aus vier Frauen, teils selbst Geflüchtete, begleiten Hilfesuchende bei Bedarf zu Behörden, Ärzten und in Krankenhäuser. „Wir freuen uns, stellvertretend auch für die anderen Gruppen, den Integrationspreis der Stadt Herzogenrath zu bekommen“, sagen sie. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung der Arbeit mit zugewanderten Frauen gewürdigt wird.“ Denn es seien in der Regel immer noch die Frauen, die die Hauptverantwortung für Erziehung und Schulausbildung ihrer Kinder übernehmen und die durch Offenheit und viele neue Erkenntnisse erheblich zum Integrationsprozess der ganzen Familie beitragen ...

Das Programm am 15. September von 14 bis 20 Uhr im Burggarten: Den Auftakt macht die Chaithanya Dance Group, um 14.45 Uhr ist die Sosolya Undugu Dance Academy mit afrikanischer Musik, Tanz und Schauspiel zu erleben. Um 16 Uhr folgt noch einmal die Chaithanya Dance Group, bevor um 16.30 Uhr die Integrationspreise verliehen werden. Für Akzente sorgt danach „Kotaktu“ – Koreanische Tanz- und Trommelkunst. Um 18 sind D.u.O. Leģer zu hören, ab 19 Uhr bietet der Deutsch-Vietnamesische Freundeskreis vietnamesische Tänze. 19.30 Uhr präsentiert Sazspieler Hakan Eren eingängige Melodien.

Außerdem gibt es einen Geschicklichkeitsparcours und Ülkü, die Küchenfee, wird mit internationalen Köstlichkeiten aufwarten. Jeder, der mitfeiern will, ist willkommen.

Bürgermeister Christoph von den Driesch, Sozialamtsleiter Bernd Sauren und Fehmi Tarasi, Vorsitzender des Integrationsrats, laden ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger ein und appellieren überdies: „Verstärken Sie den Austausch innerhalb der Bürgerschaft und mit den Menschen, die Herzogenrath als ihre neue Heimat betrachten!“

(bea)
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