Herzogenrath: Naturfreunde beinahe um hohen Geldbetrag betrogen

Konto sollte geplündert werden : Betrüger fälschten Überweisungsformular

Unbekannte Betrüger wollten das Konto der Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein abräumen, sie fälschten die Unterschrift des Vorsitzenden. Der Versuch misslang – dank eines aufmerksamen Sparkassen-Mitarbeiters.

Die Aktivität von Verbrechern spielt sich heute häufig im Internet ab. Vor allem Betrügern bietet sich ein weites Feld ungeahnter Möglichkeiten. Jüngst erfuhr das der Naturschutzbund (Nabu) Aachen-Land, als Unbekannte versuchten, mithilfe einer gefälschten Mail-Adresse 2420 Euro zu ergaunern. Der Versuch scheiterte zwar, doch wandte sich der Nabu anschließend an unsere Zeitung, um andere Vereine und sonstige Institutionen zu warnen.

Einer der Leser des Artikels war Bruno Barth aus Herzogenrath. Der Vorsitzende der Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein nimmt dies zum Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass Betrüger nach wie vor auch analog unterwegs sind. Denn auch die Naturfreunde wären beinahe um viel Geld gebracht worden.

Statt einer gefälschten Mail-Adresse wurde – ganz altmodisch und konventionell – Bruno Barths Unterschrift gefälscht. Sie stand auf einem Überweisungsträger, mit dem genau 7603,18 Euro auf ein Konto in Frankreich transferiert werden sollten. Der Überweisungsträger wurde erst vor wenigen Wochen bei einer Sparkassenfiliale eingeworfen.

Wie schon im Falle des Naturschutzbunds gingen die Gauner jedoch leer aus. Zu verdanken ist das der Aufmerksamkeit der Sparkassenmitarbeiter, die angesichts des hohen Betrags offenbar skeptisch wurden.

„Aufgrund des persönlichen Kontakts von mir und unserem Kassierer wusste der Filialleiter, dass Überweisungen von uns  in der Regel online ausgeführt werden“, berichtet Barth. „Ein Verlust in der beschriebenen Höhe hätte uns als Umweltorganisation mit knapp 200 Mitgliedern, die sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert, in  eine bedrohliche finanzielle Schieflage gebracht.“ (jpm)

(jpm)