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Herzogenrath: Bohrer trifft unterirdische Gasblase

Gefährlicher Zwischenfall : Bohrer trifft unterirdische Blase mit brennbarem Gas

Weil brennbares Gas in einem Neubaugebiet in Kohlscheid aus der Erde strömte, musste am Dienstagnachmittag die Feuerwehr Herzogenrath ausrücken.

Bei einer Erdwärmebohrung auf einem Grundstück am Feldlerchenweg hatte der Bohrer des beauftragten Bohrunternehmen wahrscheinlich eine Blase mit Bergbaugasen getroffen, sagte Wehrsprecher Thomas Hendricks. Die Feuerwehr wurde alarmiert.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, strömte das Gas aus dem Bohrgerät. Erste Messungen ergaben, dass es sich um ein brennbares Gas handelte. Die Feuerwehrleute bereiteten einen Löscheinsatz vor und sperrten das Gelände um die Baustelle ab.Weil es sich um einen sehr ungewöhnlichen Vorfall handelte, riefen die Einsatzkräfte die entsprechenden Fachämter und Spezialkräfte hinzu.

 Bei Arbeiten für Erdwärme war man in 70 Metern Tiefe auf Methangas gestoßen.
Bei Arbeiten für Erdwärme war man in 70 Metern Tiefe auf Methangas gestoßen. Foto: dag; rr/D. Meyer-Roeger

Die Konzentration des brennbaren Gases nahm in der folgenden Zeit ab, dennoch wurde der Absperrbereich aufrechterhalten. Die dazu notwendigen Arbeiten nahm die Bauhofbereitschaft der Stadt Herzogenrath vor.

 Brennbares Methangas strömte aus der Leitung.
Brennbares Methangas strömte aus der Leitung. Foto: dag; rr/D. Meyer-Roeger

Auf Anraten der Bergbaubehörde wurde im Neubaugebiet der Strom abgeschaltet, um eventuelle Zündquellen auszuschließen. Dazu wurde der zuständige Stromversorger informiert, der umgehend der Nachbarschaft „den Saft abdrehte“. Gegen 19.40 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Im Einsatz waren die Feuerwache und der Löschzug Kohlscheid sowie Kräfte der Löschzüge Merkstein und Herzogenrath mit Sonderfahrzeugen. Weitere Überprüfungen des Bohrlochs sollen stattfinden, erklärte die Feuerwehr.