Herzogenrath/Aachen: Geteert und geneppt: Polizei warnt vor Wanderarbeitern

Herzogenrath/Aachen: Geteert und geneppt: Polizei warnt vor Wanderarbeitern

Sie kommen, um zu teeren: Vor einer Gruppe irischer Wanderarbeiter, die Hauseigentümern in der Region angeblich günstige Asphaltarbeiten anbieten, warnt die Polizei. Die teilweise aggressiv auftretenden Männer lassen sich nicht einmal davon abhalten, dass ihre „Kunden“ ihre Dienste gar nicht wollen.

So hatte am Mittwoch die Eigentümerin eines Mehrfamilienhauses an der Jülicher Straße die Polizei gerufen, weil die private Straßenbaukolonne ihre Einfahrt unfachmännisch asphaltiert und dadurch beschädigt hatte - und zwar ohne jeden Auftrag.

Nach Erledigung der ungewünschten Arbeiten meldeten sich die Iren bei der Dame und verlangten 2000 Euro. Die Frau verweigerte die Zahlung auf Ratschlag der Polizei.

Später am selben Tag klingelten irische Arbeiter bei einem 26-jährigen Mann auf der Rathausstraße und wollten ähnliche Asphaltarbeiten durchführen. Dabei traten sie angeblich in sehr aggressiver Art und Weise auf. Der junge Mann wusste aber von der Betrugsmasche, lehnte das Angebot vehement ab und informierte die Polizei.

Zuletzt versuchten die Männer, ihre Dienste einer Autowerkstatt in Herzogenrath auf der Geilenkirchener Straße anzubieten. Da auch deren Besitzer durch Presseveröffentlichungen von der Betrugsmasche wusste, rief er ebenfalls die Polizei.

Aufgrund der aufmerksamen Zeugen konnte auf der Krefelder Straße in Aachen ein Lastwagen mit britischem Kennzeichen und einem irischen Fahrer angehalten werden, auf den die Beschreibung passte. Die Polizei ermittelt.

In Linnich hatten Betrüger vor wenigen Tagen mit derselben Masche rund 7500 Euro von einer Hausbesitzerin ergaunert.

(heck/pol)