Ferienspiele in St. Josef Herzogenrath 2019

Ferienspiele in St. Josef : Ein übergroßes Mosaik und der Griff nach den Sternen

Unweit der Neustraße (Nieuwstraat) wollte man bei den Ferienspielen der Pfarre Sankt Josef in Straß die Begeisterung für Europa weiter schüren – mit Erfolg!

Die Grenzstraße kurz hinter der Pfarrkirche, die seit über 800 Jahren die Roda-Städte Herzogenrath und Kerkrade teilt und in ihrer langen wie wechselvollen Geschichte die unterschiedlichen Bedeutungen einer Grenze symbolisiert, war der perfekte Ort, um den gut 60 jungen Teilnehmern das große Glück eines freien Europas näher zu bringen.

Das Motto „Wir greifen nach den Sternen – Europa, das sind wir” wurde auch mit Blick auf die zurückliegende Europawahl gewählt. Die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren erlebten eine unbeschreibliche Reise über unseren Kontinent, bei der der Kreativität sowie dem Entdeckungsdrang buchstäblich keine Grenzen gesetzt waren.

Während des eröffnenden „Wiesen-Montags” wurden die kleinen Gäste den sechs Gruppen zugeteilt. Das Betreuerteam umfasste dreizehn Jugendliche, von denen viele früher selbst Teilnehmer der Ferienspiele waren. Andrey Stadnichuk (im vierten Jahr) und Magdalena Vorwälder (im siebten Jahr) gehörten zu den „Alten Hasen” in der Gruppe.

An jedem Tag wurde ein Land „bereist”: Mit viel Liebe zum Detail bereiteten die Kids kleine Darstellungen der jeweiligen Länder vor. Während in Frankreich eine Modenschau stattfand, trafen in Italien hünenhafte Gladiatoren aufeinander. Das heimische Deutschland verwandelte sich in einen verzauberten Märchenwald und in England stolperte Butler James beim „Dinner for one” unentwegt über das ungünstig platzierte Tigerfell.

Externe Referenten halfen den Teamern von Sankt Josef bei bei komplizierteren Kreativprojekten. Künstlerin Kerstin Thelen beispielsweise erschuf bereits bei der Ferienausgabe 2018 zusammen mit ihren Schützlingen ein bemerkenswertes Kunstwerk. Die Kunsttherapeutin ging mit der Guppe in diesem Jahr noch einen Schritt weiter und erschuf ein vier mal vier Meter großes Mosaik, das zum Ende der Ferien unter fachmännischer Hilfe an der Außenfassade der benachbarten Katholischen Grundschule Straß angebracht werden soll. Das übergroße Kunstwerk aus tausenden von Fliesensplittern zeigt eine prachtvolle Europakarte. Handumrisse der Kinder in den jeweiligen Nationalfarben kennzeichnen die einzelnen Nationen.

Wer vom vielen Basteln und Werken hungrig geworden war, auf den wartete ein üppiger Mittagstisch, der vom Tellerand e.V. organisiert wurde. Auf dem weitläufigen Areal des Pfarrgeländes, der Schule und der Bolzwiese konnten die Kinder nach Lust und Laune toben oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Wer wollte, der konnte beim CHIO in der Aachener Soers einen großen Zug internationaler Atmosphäre nehmen. Im Springstadion des Aachen-Laurensberger Rennvereins machte sich die Straßer Delegation ein Bild von der Elite des Reitsports.

Der traditionelle Abschlussabend in Sankt Josef ging in diesem Jahr sprichwörtlich im Flug vorüber. Auf einer imaginären Flugreise über die Länder Europas zeigten die jungen Abenteurer ihren Besuchern alles, was sie in den spannenden zwei Wochen selbst gelernt und erlebt hatten.

(yl)