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Neuzugang beim Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf: „D’r Joep“ im Fördermaschinenhaus

Neuzugang beim Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf : „D’r Joep“ im Fördermaschinenhaus

Der Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf wartet mit zwei Neuigkeiten auf. Die Skulptur „D’r Joep“ steht jetzt im Fördermaschinenhaus. Zudem wurde ein neues Buch herausgebracht.

Der Niederländer Jean Hermanns, Sohn eines verunglückten Mijnewerkers aus dem Revier Mijnstreek, regte im Jahre 1939 an, den verunglückten Bergleuten ein Denkmal zu setzen. Der Amsterdamer Künstler Wim van Hoorn entwarf daraufhin eine Bronzeskulptur. Am 16. Juni 1957 wurde diese dann als Nationaldenkmal der Bergarbeiter auf dem Marktplatz in Kerkrade in allen Ehren enthüllt. Das Original.

2015 feierten die Niederlande das Jahr der Mijnen, zum 50. Jahrestag der Einstellung der Förderung von Steinkohle. Die Kunstakademie Parkstad ZOM in Kerkrade schuf dazu 50 Figuren im Stile des „Joep“. Ellen Jansen stand für den Entwurf. Im September wurden diese Nachbildungen, um das Original herum, auf dem Marktplatz in Kerkrade ausgestellt.

Als Ausdruck guter Partnerschaft und enger Zusammenarbeit der Städte Herzogenrath und Kerkrade wurde eine der Repliken im März 2016 an den damaligen Bürgermeister der Stadt, Christoph von den Driesch, übergeben. Wethouder Jo Bok und die damalige Vorsitzende der ZOM, Natalie Savelsbergh, überbrachten das Geschenk an die Herzogenrather. Das Replikat des „Joep“ ist in den Stadtfarben gelb und rot gehalten, auf der Brust des Bergmanns prangt der Bergarbeitergruß „Glück Auf“. Auf der Rückseite werden das Wappen der Stadt Herzogenrath und die Burg Rode abstrahiert dargestellt. Lange Jahre zierte die Skulptur den Empfangsbereich im Erdgeschoss des Rathauses.

 Im Zuge der Neugestaltung des Einwohnerservicebereichs im Rathaus der Stadt Herzogenrath wurde ein neuer ehrenvoller und dauerhafter Platz gesucht und im naheliegenden Bergbaudenkmal Grube Adolf auch gefunden.

Der Vorsitzende des Vereins „Bergbaudenkmal Grube Adolf“, Franz-Josef Küppers, schätzt sich glücklich, nun endlich auch ein optisch wahrnehmbares Zeichen der Verbundenheit der Bergleute Diesseits und Jenseits der Landesgrenzen im Fördermaschinenhaus der Grube präsentieren zu können. Denn angefangen bei den ersten Erwähnungen der „Calculen“ in den Jahrbüchern von Kloster Rode, über den Altbergbau im Heydener Ländchen und der Vereinigungsgesellschaft in Kohlscheid bis hin zum Eschweiler Bergwerks Verein, waren die Bergleute des Nachbarlandes immer dabei. Die Kohle macht vor Landesgrenzen keinen Halt.

Mit der Aufarbeitung der Heimatblätter des Landkreises Aachen von 1941 und der Herausgabe des Buches „Die Geschichte des Bergbaues im Heydener Ländchen, Kohlscheid, Pannesheide und in den Landen von Rolduc“ greift der Verein Bergbaudenkmal Grube Adolf diese Erinnerung an den ältesten Bergbau des Kontinents auf. Mit diesem Buch und der Skulptur will der Verein die tiefe Verbundenheit und Freundschaft zwischen „Kumpel“ und „Koempel“ dokumentieren.

Vereinsmitglied Hermann-Josef Welfens sorgte für die Layout, Satz- und Bildbearbeitung dieser Auflage. Das 96-seitige Buch im Hardcover ist beim Verein zu beziehen.

Weitere Infos: www.bergbaudenkmal-grube-adolf.de