Teilnahme abgesagt : Burgweihnacht 2020 ohne Burg

In der Kuratoriumssitzung am 27. August hat das Kuratorium von Burg Rode e.V. einstimmig beschlossen, dass sie an der Burgweihnacht 2020 – so sie denn überhaupt stattfinden kann – nicht teilnehmen werden.

Die Gesundheit der Besucher der Burg ist der entscheidende Faktor, doch auch aus wirtschaftlichen Gründen wurde dies entschieden.

Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (CoronaSchVO) beschreibt die einzuhaltenden Vorgaben und das Kuratorium von Burg Rode geht nicht davon aus, dass sich diese Vorgaben in positiver Weise ändern werden. Die CoronaSchVO regelt unter anderem im Paragraph 8 die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern in einer Burg – das sind zurzeit eine Person pro sieben Quadratmeter der für Besucher geöffneten Fläche.

Für die Burg bedeute das, dass sich 25 Personen gleichzeitig in den beiden Sälen und dem dazwischenliegenden Foyer aufhalten dürfen. Für die Burgweihnacht würde das bedeuten, dass bei 12 Verkaufsständen (jeweils mit einer Person besetzt) nur noch 13 weitere Personen in die Burg eingelassen werden dürften. Abgesehen vom zu erwartendem und erheblichem Umsatzrückgang, sei ein wesentlicher Faktor, dass der Mindestabstand von anderthalb Metern aus Sicht des Kuratoriums in einer Warteschlange nicht gewähleistet werden kann. Diese würde sich bei dem stark limitierten Zugang definitiv bilden und es sei zu erwarten, dass sich lange Wartezeiten ergeben und daraus Unmut resultieren würde.

Für das Gelände des Vereins Burg Rode Herzogenrath e.V. könne man die Gewährleistung des Mindestabstands in einer Warteschlange und damit eine entsprechende Zugangsregelung nicht sicherstellen.

Auch müsse den Händlern Planungssicherheit gegeben werden, gerade den Kunsthandwerkern, die ihre Produkte selber herstellen, damit sie sich früh mit der Absage arrangieren können. Wesentlicher Grund ist aber die Gesundheit der Besucher der Burg und hier gelte laut Kuratorium: Verhindern von Infektionen ist besser, als nachverfolgen zu können, wer Kontakt zu Infizierten hatte.

Das Kuratorium von Burg Rode ist sich sicher, dass die Menschen die Entscheidung nachvollziehen können und begrüßen.

(red)