80 Jahre Siedlungsgemeinschaft Bardenberg

Jubiläumsfeier mit Ehrungen : Für viele Menschen eine neue Heimat geworden

„Dat es Heimat, dat es Heimat, Nierbadeberg, jeel un wies. Zwesche Siedlung, Kirch un Pötzjajaas, ess oss Dörpche e Paradies“. Mit diesem Lied eröffnete der Männergesangsverein St. Antonius Niederbardenberg unter ihrem Chorleiter Hans-Peter Ortmanns die Feierlichkeiten „80 Jahre Siedlungsgemeinschaft Bardenberg“.

Anschließend legten Peter Joerissen und Hans Kwiecinski einen Kranz am Bergmannskreuz nieder. Sprecher Peter Joerissen freute sich, dass so viele Siedler und Gäste den Weg zum Bergmannskreuz gefunden hatten. Ein besonderer Gruß ging an die Niederbardenberger Maijungen, die bei der Gestaltung und Ablauf des Festes helfend zur Seite stehen.

Sechs Knappen vom Bergwerksverein der ehemaligen Grube Adolf in Merkstein brachten ihre Verbundenheit mit ihrem Vorsitzenden Franz Josef Küppers in Knappentracht zum Ausdruck. „Wir Siedler können mit Stolz auf 80 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblicken“, sagte Joerissen. Die Wohnungsnot zwang den damaligen größten Arbeitgeber, den EBV, tätig zu werden. Aus allen Teilen Deutschlands zogen Menschen in das Aachener Revier, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Im Jahre 1939 waren die ersten Häuser der Bergmannssiedlung in Niederbardenberg bezugsfähig. Insgesamt 55 Familien fanden ein Zuhause. Anfänglich bestand nicht mal eine Straßenverbindung zum Ortsteil Niederbardenberg. Noch heute gehört die „alte“ Siedlung, so wird sie im Volksmund genannt, zur Pfarre Peter und Paul in Bardenberg. Seit 1972 gehören die Bewohner der „alten“ Siedlung zu Herzogenrath, dennoch haben viele Bewohner noch heute eine enge Bindung zum Ortsteil Bardenberg, der heute zur Stadt Würselen gehört.

Mittlerweile wächst schon die vierte oder fünfte Generation in einigen Häusern heran und das ursprüngliche Aussehen der Häuser hat sich stark verändert. Es wurde umgebaut und ausgebaut. Heute zeigt die Siedlung schmucke Straßenbilder. Die Siedler haben in der Vergangenheit mehre gesellige Aktivitäten gestartet und schöne Feste gefeiert. Eine eindrucksvolle, gottesdienstliche Feier gestaltete Krankenhaus Seelsorger Gottfried Kader.

Dabei ließ er die Geschichte Revue passieren. „Hier am Bergmannskreuz, das in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von engagierten Siedlern errichtet wurde, haben sich Jung und Alt eingefunden, will dieses doch an die erinnern, die diese Siedlung besiedelt, mehr noch sich für diese Gemeinschaft während Jahre und Jahrzehnte eingesetzt und so verdient gemacht haben.“

Ganz gewiss habe es beim Aufbau gegolten, den Zusammenhalt zu fördern, gehe doch der Name „Siedlungsgemeinschaft Bardenberg“ – sie gehörte bis zur kommunalen Niedergliederung 1972 zur Gemeinde Bardenberg – auf jene kleine Zeche in Duffesheide zurück, die sich „Gemeinschaft“ nannte. Kader dankte dem Organisationsschuss mit Peter Joerißen, Hans Kwiecinski, Ingrid Zekorn, Andreas Ortmanns, Willi Ackermann, Torsten Oleff und Wolfgang Klein. Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Stadt.

(fs)
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