25 Jahre „Pro Arbeit Städteregion Aachen“

Ausstellung im Nell-Breuning-Haus : Verein „Pro Arbeit“ zeigt Perspektiven auf

Mit einem „Turm der Visionen“ verleihen arbeitslose Menschen derzeit ihren Wünschen für die Zukunft Ausdruck. Die Kunstinstallation ist Teil eines Projekts zum 25-jährigen Bestehen von „Pro Arbeit Städteregion Aachen“.

Die Ausstellung mit den Ergebnissen wurde jetzt im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath (NBH) eröffnet.

„Basis für die Ausrichtung eines Kunstworkshops war die Idee, den zum Teil lanzeitarbeitslosen Menschen zum 25-jährigen Jubiläum eine Stimme zu geben und sie mit ihren Bedürfnissen sichtbar zu machen“, erklärte Alois Poquett, Vorsitzender von Pro Arbeit.

In seinen Anfängen hatte der Verein 21 Gründungsmitglieder. Heute hat sich eine Menge verändert. „Ziel war und ist es, Lobbyarbeit für und mit Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung in Aachen und der Region zu betreiben. Denn trotz der Tatsache, dass die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt, gibt es noch viel Handlungsbedarf“, betonte Poquett.

Der Verein „Pro Arbeit“ ist Dachverband der Träger für Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung in der Städteregion Aachen. Oberstes Ziel ist die Förderung der beruflichen und sozialen Integration von chancenbenachteiligten Menschen. Leitende Prinzipien sind die Wahrung der Menschenwürde und Solidarität. „Die Idee von Pro Arbeit und die sozialpolitische Beschäftigung mit dem Thema Arbeitslosigkeit ist von Beginn an ein Anliegen des NBH. Da passt es perfekt, dass das 25-jährige Bestehen des Vereins jetzt mit einer Ausstellung bei uns begangen wird“, freut sich Hausleiter Dr. Manfred Körber. Er feiert in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen seiner Einrichtung.

Die Situation der Langzeitarbeitslosen in der Region hat sich zwar verbessert und ist auf derzeit rund 7.500 gesunken. „Doch diese Betroffenen müssen wir in den Blick nehmen, ihnen eine Perspektive bieten“, erklärte Stefan Graaf, Geschäftsführer vom Jobcenter Städteregion Aachen. So wie Graaf besuchten viele Kooperations- und Netzwerkpartner die Vernissage.

Die ausgestellten Werke kamen gut an. Unter Begleitung der Künstlern Dirk Schulte und Agnes Bläsen sowie Dr. Christina Herrmann, Vorstandsmitglied von Pro Arbeit, wurde das Thema in den Blick genommen. Inhaltlich orientierte sich der Kunstworkshop an verschiedenen Fragen rund um die Themen „Arbeit“, „Arbeitsmarktpolitik“, „gesellschaftliche Teilhabe“ und „Arbeitslosigkeit“. Die Ausstellung gliedert sich in die Bereiche Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Diese Bereiche werden durch einen „roten Faden“ verbunden und laufen auf den „Turm der Visionen“ zu.

„Glück ist ein Menschenrecht“ steht auf einem der großen Kartons, gleich daneben ist der Satz „Pro Arbeit braucht es nicht mehr“ zu lesen. „Dass diese und andere Visionen und Wünsche irgendwann vielleicht einmal Realität werden und wie Arbeit sowie Arbeitslosigkeit in der Gesellschaft wahrgenommen werden, dafür werden wir auch die nächsten Jahre weiterkämpfen“, betonte Poquett.

Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 11. April, von Montag bis Freitag, 9 bis 19 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 10 bis 14 Uhr, im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath, Wiesenstraße 17, zu sehen.

www.pro-arbeit-aachen.de

www.nbh.de.

(krüs)
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