Herzogenrath: Herzogenrath lädt zum Open-Air-Kino in den Burggarten ein

Herzogenrath: Herzogenrath lädt zum Open-Air-Kino in den Burggarten ein

Millionen Menschen haben es im Kino bereits gesehen - das neueste Meisterwerk von Regisseur James Cameron. Aber wer kann schon von sich behaupten, den Film „Avatar - Aufbruch nach Pandorra” unter freiem Himmel genossen zu haben? Auf Burg Rode in Herzogenrath war das jetzt beim Sommer-Open-Air Kino möglich.

Und der Science-Fiction-Film in Überlänge war nicht das einzige Schmankerl, das es zu sehen gab. „Wir wollten für jeden Geschmack etwas bieten”, sagt Stephanie Klein, die bei der Stadt Herzogenrath im Bereich Kultur arbeitet und für dieses Event mitverantwortlich zeichnet.

Aus diesem Grund wurde an den drei Tagen des Wochenendes jeweils ein Film eines anderen Genres vorgeführt. Neben „Avatar” waren „Mamma Mia!”, eine Musikfilmkomödie, und die Liebeskomödie „Zweiohrküken” zu sehen. Die Streifen wurden mit Technik auf die Leinwand gebracht, die ein durchaus nostalgisches Flair versprühte.

Einen riesigen 35-Millimeter-Projektor hatte die Firma „Brennweite - Das mobile Kino” mit zum Einsatz gebracht. „Die Filmrollen sind so groß und schwer, dass die Frauen sie nicht tragen konnten”, meint Ingo Klein vom Stadtmarketing Herzogenrath.

Der Kohlscheider Manfred Schlösser und sein Sohn Sascha hatten „Avatar” schon im Kino gesehen. Trotzdem kamen sie auf die Burg, um das Werk noch einmal an der frischen Luft zu erleben. „Der Film ist fantastisch und die Umgebung so ungewöhnlich, dass wir denken, es lohnt sich”, schätzt Saschas Vater ein.

Der Zwölfjährige selbst musste nicht erst überredet werden. Er freut sich, während des Kinofilms etwas von der Natur mitzubekommen. Die beiden würden sich deswegen auch freuen, wenn es dieses Angebot öfter gäbe.

Ein Versuch wurde schon im Jahr 2004 unternommen. Die Resonanz war damals jedoch nicht berauschend. Das soll jetzt anders werden. Die Technik ist besser, und mit der neuen Bühne ist es für Zuschauer und Veranstalter komfortabler.

Geld soll mit der Veranstaltung keines verdient werden. Stephanie und Ingo Klein sind aber zuversichtlich, die Kosten am Ende decken zu können. Dafür wären 300 bis 400 Besucher nötig. Beim Kartenvorverkauf, der sechs Wochen vorher startete, waren 266 Karten verkauft worden. Für Betrieb an der Abendkasse standen die Chancen ebenfalls gut, denn das Wetter hatte mitgespielt. Und genau dieser Faktor macht es auch schwierig, für ein Open-Air-Event Sponsoren zu finden.

Neben dem Kulturförderverein „Peperoni” Herzogenrath und der Stadt hat sich auch der Förderverein Merksteiner Jugend engagiert. Seine Mitglieder kümmern sich um das Catering. Die Einnahmen aus Verkauf von Getränken und Speisen kommen Jugendprojekten zugute.

Sollte nach Abschluss dennoch ein Defizit unterm Strich stehen, wird die Rodastadt das übernehmen. Alles in allem ist die Wahrscheinlichkeit aber recht hoch, auch nächstes Jahr wieder Kinofilme an historischem Ort miterleben zu können. Und das übrigens mit richtig viel Beinfreiheit.