Herzogenrath: Herzogenrath: Intercity-Halt ab 16. Dezember

Herzogenrath: Herzogenrath: Intercity-Halt ab 16. Dezember

Die Ankündigung der Deutschen Bahn, ab dem 16. Dezember den Intercity 2222 von Aachen nach Berlin auch in Herzogenrath stoppen zu lassen, sorgt in Roda für freudige Gesichter. „Diese Erweiterung des Fahrplans ist eine große Chance für die Herzogenrather Bevölkerung“, freut sich Bürgermeister Christoph von den Driesch. So wird die schnelle Verbindung in die Bundeshauptstadt mit dem Fahrplanwechsel in einer Testphase von zwei Jahren auch in Herzogenrath-Mitte halten.

„Ich bitte alle Bürger, diese Chance beim Schopfe zu ergreifen und die neue Verbindung rege zu nutzen“, betont der Verwaltungschef. Denn bei ausreichenden Nutzungszahlen werde den Entscheidern bei der Bahn die beste Argumentation für einen dauerhaften IC-Haltepunkt gegeben.

Im Bau- und Verkehrsausschuss freuten sich die Mitglieder, dass die vor vielen Jahren für den damaligen Interregio verlängerten Bahnsteige nun endlich auch wieder von Fernzügen genutzt werden.

„Die neue Verbindung ist vom Zeitfaktor her günstiger“, bewertete Gerhard Neitzke (SPD) die neue Option. Zudem müssten die Fahrgäste nicht mehr in Düsseldorf oder Hamm umsteigen, wenn sie in die Hauptstadt wollen.

Wirtschaftsstandort wird gestärkt

Dr. Bernd Fasel (Bündnis 90/Die Grünen) ergänzt die Wichtigkeit des Wirtschaftsstandortes Herzogenrath: „Der IC-Halt ist in diesem Rahmen eine ganz wichtige Geschichte.“

Zudem könne Roda nach dem bald eingestellten Halt der Regionalbahn RB 33 in Kohlscheid nun wieder eine bahntechnische Aufwertung feiern. „Ich finde das großartig“, stößt auch Toni Ameis von den Linken ins gleiche Horn.

Er fragt sich allerdings, ob der Eurocity bis nach Dresden dann wegfällt, der ebenfalls mit einem Zustieg in Herzogenrath versehen ist.

Richard Telöken übt zurückhaltende Freude für die FDP. Er sieht das Ganze positiv, hat aber schon viele Versprechen vor allem in Sachen Bahnverkehr in Roda gesehen. „Das muss auch technisch machbar sein“, sagte er.

Ausschussvorsitzender Andreas Jaroniak, CDU, findet, dass durch den IC-Halt der Wirtschaftsstandort Herzogenrath noch weiter gestärkt wird. „Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, um diesen Halt zu erhalten“, schloss er.

(mabie)
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