Herzogenrath: Bürgermeister bei Mayors for peace

Mayors for Peace : Dringende Mahnung für eine Welt ohne Atomwaffen

Einstimmig: Auch der Bürgermeister von Herzogenrath tritt dem weltweiten Friedensbündnis „Mayors for Peace“ bei.

Wohlwollend, so heißt es im Beschluss, nimmt der  Stadtrat zur Kenntnis, dass der Bürgermeister auf Antrag der  Fraktion Die Linke der Organisation „Mayors for Peace – Bürgermeister für den Frieden“ beitritt. Am jährlichen Flaggentag, dem 8. Juli, so der Antrag weiter, solle mit dem Hissen der Flagge dieses weltweiten Bündnisses – eine weiße Taube auf grünem Grund – „ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen“ gesetzt werden.

Die Friedensinitiative „Mayors for Peace“ ist 1982 durch den Bürgermeister von Hiroschima, Takeshi Araki, gegründet worden. Die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki waren im August 1945 von US-amerikanischen Atombomben zerstört worden. Die Menschen leiden bis heute unter den schlimmen Folgen. Auch die Bürgermeister von Würselen und Aachen seien der Initiative beigetreten, vermisste Linke-Fraktionschef Toni Ameis zunächst einen Beschlussvorschlag.

Bewusst, so Bürgermeister Christoph von den Driesch, habe er den Antrag in den Rat gegeben, weil er eine solche Entscheidung nicht für alle künftigen Bürgermeister mit treffen könne. Der Rat goutierte den Beitritt einstimmig. Dazu Dr. Bernd Fasel (Grüne): „Vor allem, da es einen US-Präsidenten gibt, der nicht zögert, mit Atomwaffen zu drohen.“ Und Bruno Barth (UBL) erinnerte an den viel diskutierten Vorstoß von Maria Dünwald vor Jahren, Herzogenrath zur atomwaffenfreien Zone zu deklarieren: „Ein wichtiges Symbol.“

(bea)