Nordkreis: Herrenloser Pfau raubt den Ofdenern den letzten Nerv

Nordkreis : Herrenloser Pfau raubt den Ofdenern den letzten Nerv

Er zerkratzt die Autos im Stadtteil Ofden und raubt den Bewohnern damit den letzten Nerv: ein herrenloser Pfau, der durch die Straßen geistert. Schon mehrere Anwohner haben sich deswegen beim Ordnungsamt beschwert, doch dem sind die Hände gebunden.

Der stellvertretende Leiter Frank Dohms erklärt auf Anfrage: „Der Pfau ist nicht geringt, das heißt: Er ist ein wildes Tier. Und wir als Ordnungsamt können keine wilden Tiere einfangen.“ Von der Rechtslage her sei das nicht zulässig. Man habe jedoch Kontakt zum Tierpark aufgenommen. Dieser habe sich bereiterklärt, den Pfau aufzunehmen. „Wir wollen den Anwohnern weiteres Leid ersparen.

Das Gerücht, dass wir den Pfau aus Angst vor der Vogelgrippe nicht aufnehmen werden, stimmt nicht“, betont Stefan Heffels, Leiter des Tierparks. Ihn einzufangen werde aber eine ziemliche Herausforderung. Denn Pfaue können fliegen. Er glaubt, das Tier stamme von einem Züchter und sei von dort abgehauen.

Die Ursache dafür, dass es sich immer noch in Ofden aufhalte, sieht er im Verhalten mancher Anwohner. „Es gibt dort Leute, die ihn füttern. Würde er dort kein Futter bekommen, würde er auch nicht zurückkehren“, ist er sich sicher. Jeder, der den Pfau sieht, wird gebeten, sich beim Ordnungsamt der Stadt Alsdorf zu melden, Telefon 02404/500.

(nt)
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