Würselen: Heimatverein Würselen stimmt für Zusammenlegung mit Geschichtswerkstatt

Würselen : Heimatverein Würselen stimmt für Zusammenlegung mit Geschichtswerkstatt

Bei der Mitgliederversammlung 2015 hatte sich bereits abgezeichnet, dass der 248 Mitglieder zählende, mittlerweile 83 Jahre alte Heimatverein Würselen in 2018 bei den nächsten Wahlen ohne Vorstand dastehen werde.

Die vom Vorsitzenden Heinz Blankenheim ausgesprochenen Befürchtungen wurden jetzt traurige Gewissheit, mit der die Mitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung in der Gaststätte Houben, Sebastianusstraße, konfrontiert wurden. Vorgestellt wurde ihnen durch Beisitzer Peter Sous das Ergebnis des zur Lösung des Problems gebildeten Arbeitskreises „Fortbestand des Heimatvereins Würselen“. Er empfahl den 66 versammelten Mitgliedern eine Fusion mit der neu gegründeten Geschichtswerkstatt Würselen. „Sie könnte den Vereinszweck und seine bisherigen Aktivitäten unter neuem Namen dauerhaft sichern.“

Trotz seiner Versicherung trieb die Mitglieder die Sorge um, dass die Interessen des Heimatvereins nicht genügend Berücksichtigung finden werden. Um sie zu zerstreuen, musste der Vorstand schwere Überzeugungsarbeit leisten. Nicht zuletzt gab er zu bedenken, dass mit Heinz Blankenheim und Peter Sous als Beisitzer der Geschichtswerkstatt die Interessen des Heimatvereins wahrnehmen werden.

Bei der Fusion würden sie auch durch einen notariellen Vertrag abgesichert. Klärende Gespräche mit dem Vorsitzenden der Geschichtswerkstatt, Achim Großmann, und mit dem in Sachen Fusion erfahrenen Notar Dr. Dirk Kröncke hätten bereits stattgefunden. Es werde — so Peter Sous — einen „weichen“ Übergang geben, „wobei wir noch umsetzen werden, was wir noch können“. Ein weiterer Aspekt sei, dass bei Auflösung des Vereins sein Vermögen in die Stadtkasse fließen werde, während bei der Fusion dieses dem neuen Verein zugute kommen werde.

Die Frage wurde laut, ob es keine andere Möglichkeit zur Fusion gebe. Dass auch andere Möglichkeiten ausgelotet worden seien, erklärte Sous. Sie hätten aber nicht zu einem positiven Ergebnis geführt. Schließlich beauftragten 46 Mitglieder bei 15 Enthaltungen — fünf stimmten für eine Auflösung — den Vorstand, die Verschmelzung mit der Geschichtswerkstatt Würselen in die Wege zu leiten. Der endgültige Beschluss wird auf der nächsten Mitgliederversammlung gefasst werden.

Neben den zahlreichen Mitgliedern begrüßte Vorsitzender Blankenheim den Ehrenvorsitzenden Franz Mertens und das Ehrenmitglied Gerda Wille. Auch sie stimmten schweren Herzens und mit gemischten Gefühlen der Vorbereitung der Fusion zu.

(ehg)
Mehr von Aachener Nachrichten