Würselen: Heimatverein findet keinen neuen Vorstand

Würselen : Heimatverein findet keinen neuen Vorstand

Beim Heimatverein Würselen stehen bald einschneidende Veränderungen an. Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung im Saal Houben informierte Vorsitzender Heinz Blankenheim über die letztendlich nicht von Erfolg gekrönten Bemühungen des derzeitigen Vorstandes, die Vorstandsarbeit personell neu aufzustellen.

„Dies ist uns nicht gelungen“, sagte Heinz Blankenheim, der sich bei seinen Vorstandsmitgliedern herzlich für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Als Hauptfaktor für diese Entwicklung machte er den demografischen Wandel verantwortlich: Nur 25 Prozent der Mitglieder des Heimatvereins seien unter 70 Jahren, 75 Prozent somit älter als 70 Jahre, so Blankenheim. Zum 31. Dezember 2017 zählte der Heimatverein Würselen, der im Jahr 2014 sein 80-jähriges Bestehen feierte, genau 224 Mitglieder. Nicht zuletzt aufgrund der Überalterung nehmen am Vereinsprogramm immer weniger Mitglieder teil, bedauerte er.

Satzungsgemäß standen Neuwahlen zum Vorstand an. Es fanden sich jedoch erwartungsgemäß keine Kandidaten, die sich zur Wahl zur Verfügung stellten. Der bisherige Vorsitzende Heinz Blankenheim und der bisherige Kassierer Heiner Wieting erklärten sich aber bereit, bis zu einer möglichen Fusion oder Auflösung des Vereins, kommissarisch den Verein zu leiten.

Wie geht es nun weiter? Hierzu Peter Sous vom „Arbeitskreis Fortbestand des Heimatvereins Würselen“: Entsprechend dem Votum einer außerordentlichen Mitgliederversammlung werden derzeit Fusionsgespräche mit der Geschichtswerkstatt Würselen geführt. „Dabei ist es allen wichtig, dass das bestehende Vereinsprogramm weiter durchgeführt werden kann“, betonte Sous.

Der kommissarische Vorsitzende Heinz Blankenheim dankte den Vereinsjubilaren für ihre langjähriges Treue zum Heimatverein auch in schwierigen Zeiten. Seit zehn Jahren ist Luzia Majewski Mitglied im Heimatverein. Josefine Kalz und Friedrich Kalz feiern ihr 25-jähriges Jubiläum. Seit vier Jahrzehnten ist Josi Vallot im Heimatverein Würselen.

Wanderwartin Gerda Loenißen stellte die Aktivitäten von 2017 vor: Exkursionen, Wochenfahrt und Tagesfahrten mit Besichtigungen zählten zu den Höhepunkten. Für das Jahr 2018 sind Aktivitäten im gleichen Umfang geplant. Gerda Loenißen: „Eine Realisierung des geplanten Programms hängt davon ab, ob sich genügend Leute finden dies umzusetzen“. Aufgrund der Altersstruktur und der personellen Situation seien, was die Exkursionen angehe, Veränderungen notwendig: Die Exkursionen beginnen erst um 11 Uhr und nicht wie bisher um 9.30 Uhr. In der Regel wird es nur noch eine Gruppe geben, die Streckenlänge liegt zwischen acht und zwölf Kilometern.

(ro)