Baesweiler: „Haus Setterich” bietet Chancen nicht nur bei der Integration

Baesweiler: „Haus Setterich” bietet Chancen nicht nur bei der Integration

Ein „Dorf” ist in großer Erwartungshaltung. Die Settericher freuen sich auf ihre neue Begegnungsstätte. Zur Grundsteinlegung des Projekts „Haus Setterich” mobilisierten sich die Menschen und nahmen erste Eindrücke mit, was denn wohl bald an der Emil-Mayrisch-Straße/Glückaufstraße für sie geschaffen sein wird.

Eingekleidet hatte die Stadt Baesweiler die „Geburtsstunde” des Hauses in ein Stadteilfest, dass geschätzte 1000 Besucher zum gemeinsamen Feiern bewegte. Viele Vereine und andere Organisationen hatten sich gestalterisch am bunten Fest beteiligt und somit ihren Schulterschluss demonstriert. „Wir wünschen uns, die Bürgerbegegnungsstätte möge als Treff- und Anlaufpunkt für alle Bewohner dienen”, betonte Bürgermeister Willi Linkens zur Grundsteinlegung.

Bei allen Aktivitäten werde auf die Leistungen der zahlreichen vorhandenen Akteure (Kirchengemeinde, Nachbarschaftstreff, Malteser Jugendtreff, Schulen, Kindergarten, Vereine) gesetzt. Dabei sei auch die Zusammenarbeit mit dem installierten Stadtteilbeirat sehr wichtig. Zur Raumplanung des Hauses, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) geleitet wird, bemerkte Willi Linkens: „Wir wollen möglichst flexibel auf aktuellen Bedarf eingehen. Die Räume werden vielseitig nutzbar sein.”

Unter anderem wird es einen Bistrobereich und einen großen Veranstaltungsraum geben. Für die Gesamtbaukosten sind inklusive Grunderwerbskosten rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Dazu summieren sich 172000 Euro für die Gestaltung des Quartiergartens. Eingemauert wurden bei der Grundsteinlegung eine Tageszeitung, Münzen und eine Urkunde. Dies „versenkte” Willi Linkens im Beisein von DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Timmermanns, SPD-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers, dem Technischen Beigeordneten Peter Strauch und vielen weiteren Gästen.

Zur fröhlichen Feier der Gemeinde wurde auch spürbar, wie sehr sich die Settericher auf ihr zentrales Haus freuen. Die zehnjährige Schülerin Lina Polzin wünscht sich ganz dolle, „dass ich da auch HipHop tanzen kann.” Dieser Wunsch ist bei Barbara-Schulleiterin Beate Rybacki nicht so ausgeprägt, sie drückte vielmehr ihre Begeisterung in anderer Weise aus: „Hoffentlich wird in diesem Haus die Gemeinschaft so gelebt, wie sie sich heute präsentiert. Ich finde das einmalig.”

Margot Peter hofft ebenfalls, „dass der Treffpunkt von Alt und Jung genutzt wird. Ich finde die Idee, eine derartige Begegnungsstätte zu schaffen, sehr schön”. Marion Claudi vom DRK Setterich setzt auf Integration: „In dieser Hinsicht gibt´s sicherlich noch einiges nachzuholen. Das Haus bietet eine große Chance...”