Alsdorf: Happy End für Wardens unendliche Kunstrasenplatz-Geschichte

Alsdorf: Happy End für Wardens unendliche Kunstrasenplatz-Geschichte

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des VfL Eintracht Warden im Siegbert-Braun-Sportheim war sicherlich einige der schwerwiegendsten der vergangenen zwei Jahrzehnte, ging es doch darum, die Mitglieder über den jetzt endgültig vom Rat beschlossenen Bau des seit vielen vielen Jahren beantragten Kunstrasenplatzes zu informieren.

„Nach langen Jahren ist die Durststrecke überwunden. Wir haben zuletzt noch eine Unterschriftenliste von rund 70 Mitgliedern dem Bürgermeister im Rathaus überreicht. Eine Woche später hatte der Rat der Stadt endgültig zugestimmt”, freute sich Vorsitzender Peter Büttgen.

Ein besonderer Dank galt Vorstandsmitglied Hubert Philippengracht, der das Projekt für die Eintracht seit vielen Jahren energisch vorangetrieben hat.

In einem Power-Point-Vortrag „Kunstrasenplatz Warden” ließ Philippengracht die „unendliche Sportplatzgeschichte” Revue passieren.

Der Rat genehmigte einen 450.000-Euro-Zuschuss aus den Töpfen des Konjunkturprogramms II. Philippengracht stellte den Mitgliedern den Bauablauf in allen Einzelheiten vor, wozu auch die Sicherung des Spielbetriebes, die Umleitung des Wardener Baches, der Sporthallenbau Begau und die Vereinbarungen mit der Stadt gehören.

Thema Eigenleistung: Diese sei begrenzt, sagte Philippengracht. Schließlich geht man davon aus, dass die Gesamtkosten mehr als 50.000 Euro über dem Betrag des Zuschusses der Stadt liegen. Diese müssten aus eigenen finanziellen Mitteln oder durch Anpacken der Mitglieder aufgebracht werden.

Dann stellte Philippengracht den geplanten Kunstrasenplatz auf einer Geländefläche von zirka 8300 Quadratmeter vor. „Wenn wir jetzt schon einen Kunstrasenplatz bekommen, wollen wir auch eine Top-Anlage errichten”, meinte Philippengracht.

Anstoß am 1. September 2011

Im Terminplan ist vorgesehen, dass die Ausschreibung Umleitung Bach und Endplanung Kunstrasenplatz am 31. Dezember abgeschlossen ist. Der Baubeginn ist für den 1. Mai 2011 geplant. Bespielbar soll der Platz laut Planungen am 1. September 2011 sein.

Der Höchstbetrag des städtischen Zuschusses beläuft sich auf erwähnte 450.000 Euro, die Kostenschätzung liegt bei bis zu 550.000 Euro, so dass ein Eigenanteil in beträchtlicher Höhe ansteht, bei dem auch manuelle Eigenleistungen der Mitglieder eingeplant sind. Dieser Anteil, so sagt Philippengracht, sei derzeit jedoch noch nicht komplett quantifizierbar.

Man habe aber bereits eine Reihe an Überlegungen angestellt, wie die Finanzierung für den Verein möglich gemacht werden soll.

Im Zuge der aufzubringenden Eigenleistungen sind neben Barmitteln des Vereins und der Jugendabteilung auch der symbolische Verkauf von Bausteinen und Sportplatzanteilen sowie ein besonderes Sponsoring durch Firmen, Banken und Institutionen vorgesehen. Details werde der Verein bei weiteren Mitgliederversammlungen erläutern.

Schließlich stimmte die Versammlung dem Vorhaben einstimmig zu und beauftragte den Vorstand, mit der Stadt Alsdorf und weiteren Beteiligten die Gespräche und Verhandlungen fortzusetzen.