Grundschule in Beggendorf wird neu gebaut

Neubau der Grundschule : Anwohner sorgen sich um Erhalt alter Bäume

Es ist das Idyll einer alten Dorfschule wie aus dem Bilderbuch: Im alten Backsteinbau in Beggendorf wurden schon viele Generationen Grundschüler unterrichtet. Vor dem Gebäude an der Lindenstraße ist ein Spielplatz installiert, der Hof wird von einer Reihe alter Bäumen beschattet, die seit vielen Jahren Spalier stehen, wenn die Schulgemeinschaft in dem Gebäude zusammenkommt.

Allerdings ist derzeit kein Kinderlachen zu hören. Die Schule steht leer.

Die Grundschüler sind in der GHS Goetheschule in Baesweiler untergebracht. Lautete der ursprüngliche Plan, das in die Jahre gekommene Gebäude zu sanieren und zukunftsfähig zu machen, so hat der Stadtrat mit Blick auf die immensen Kosten Ende Mai aus gutem Grund anders entschieden: Die Schule soll am derzeitigen Standort einen Neubau erhalten. Das ist wirtschaftlicher. Aber was ist mit den alten Bäumen, wird aus Reihen der Anwohner gefragt. Sind die gefährdet?

Die Gesamtkosten des Neubaus einschließlich der Mittel für zusätzliche und bisher nicht vorhandene, aber benötigte Flächen für die Angebote der Offenen Ganztagsschule (OGS), Differenzierungsräume, Sanitärräume, Mensa und die entstehenden Baunebenkosten und nicht zuletzt der Abriss des Bestandsgebäudes belaufen sich nach ersten überschlägigen Ermittlungen auf rund 2,8 Millionen Euro. 1,8 Millionen Euro trägt die Stadt, weitere eine Million Euro werden aus dem Fördertopf des Kommunal-Investitionsgesetzes aufgebracht, heißt es seitens der Stadt Baesweiler.

Der Flächenbedarf insgesamt beträgt 1200 Quadratmeter, wurde ausgerechnet. Wie wird das neue Gebäude aussehen? Wie wird es auf dem Gelände positioniert?

Die Technische Dezernentin der Stadt Baesweiler, Iris Tomczak-Pestel, sagt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Planungsleistung für den Neubau extern ausgeschrieben worden sei. Es stehe noch nicht fest, welches Fachbüro damit beauftragt werde (Submission). Mehr sei in der Sache noch nicht geschehen. „Uns ist klar, dass die Leute wissen möchten, wie es weitergeht“, sagt Tomczak-Pestel. Das soll auch schnell kommuniziert werden, wenn ein Planungsentwurf vorliegt.

Momentan denke niemand daran, Bäume dort zu fällen. Klar sei, dass die Bevölkerung wünsche, einen Ortsmittelpunkt zu erhalten, der nicht nur in seiner baulichen Anlage zum Charakter des Ortes passen müsse.

An die Bäume vor der Schule sind runde Blechmarken genagelt, die Kennziffern tragen. Nichts, was beunruhigen sollte, wie Dezernentin Tomczak-Pestel klarstellt. Regelmäßig werden die Bäume im Stadtgebiet von einem speziellen Kontrolleur des Bauhofs in Augenschein genommen, sagt sie. Veränderungen bzw. Entwicklungen werden unter der jeweils ersichtlichen Kennung festgehalten und in den Datenbestand eingepflegt. Auf jeden Fall wird es noch etwas dauern, bis wieder Grundschüler in Beggendorf unterrichtet werden.

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