Baesweiler: Grundeigentümer sollen Kosten für Gutachten tragen

Baesweiler: Grundeigentümer sollen Kosten für Gutachten tragen

Dass Baesweiler sparen muss, wurde jüngst im Bau- und Planungsausschuss deutlich. Dort gab es nämlich einen Beschluss, der auch künftig gelten soll: Soll Boden in der Stadt zu Bauland werden, werden die Eigentümer die dafür notwendigen Gutachten finanzieren müssen.

Erstmals ist das jetzt der Fall im Bereich südlich der Carl-Alexander-Straße in Beggendorf. Einstimmig votierte der Ausschuss dafür, die in diesem Fall zwei Grundeigentümer aufzufordern, die Kosten des Bauleitplanverfahrens zu tragen. „Die haben ihr Einverständnis beide bereits signalisiert“, sagte Technischer Beigeordneter Peter Strauch, der diese neue Form der Beteiligung im übrigen sehr gerechtfertigt findet. „Das sind im Schnitt pro Quadratmeter nur ein bis drei Euro. Bei einer erwarteten Wertsteigerung der Quadratmeterpreise um ein Vielfaches ist das durchaus zumutbar“, formulierte er.

Das Plangebiet am Beggendorfer Ortsausgang umfasst rund 13.900 Quadratmeter, vorgesehen ist dort eine eingeschossige Wohnbebauung. Während Rolf Beckers seitens der Grünen den Ortsabschluss in dieser Lage begrüßte, kam seitens der SPD die Frage, wie sich denn neue Häuser am Ortsrand mit dem Ortskern vetragen werden? „Wenn wir laufend neu an der Peripherie bauen — sterben dann die Zentren nicht aus?“, wollte Detlef Lindlau wissen. Eine genaue Antwort gab es darauf zwar nicht, doch eine Tendenz. Peter Strauch: „Der alte Baubestand ist für Käufer oft nicht so attraktiv wie Neubauten nach aktuellen energetischen Standards. In ältere Gebäude wird insgesamt viel investiert werden müssen — und das nicht nur in Baesweiler. Aber dazu braucht es mehr Förderprogramme seitens des Landes und des Bundes.“

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