Würselen: Grüne setzen weiter auf den Einbahnring

Würselen: Grüne setzen weiter auf den Einbahnring

„Wie hoffen bei der Kommunalwahl auf mindestens vier Ratsmandate”. Dies betonte Vorstandssprecher Marc Peters bei der jüngsten Versammlung der Grünen. „Wir haben ein Team aus jungen und erfahrenen Leuten aufgestellt”, die Grünen seien für die Auseinandersetzung mit den politischen Mitbewerbern in Würselen gut gewappnet.

Großer Optimismus also für das „Superwahljahr” 2009 mit Europa-, Kommunal- und Bundestagswahl. Dabei begrüßen die Grünen die Verlegung der Kommunalwahl: „Hierüber sind wir sehr glücklich. Weniger froh sind wir über den neuen Termin 30. August. Dies bedeutet eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Stadt”, so Peters.

Die Grünen sprechen sich als Wahltermin für den 27. September aus, also zeitgleich mit der Bundestagswahl.

Alternativen zum Auto stärken

Die neue grüne Fraktionssprecherin Renate Knauf wird auch auf Listenplatz 25 der Grünen-NRW-Landesliste bei der Europawahl am 7. Juni kandidieren.

Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz. Knauf präsentierte die grünen kommunalpolitischen Themenbereiche und Schwerpunkte.

Dabei geht es um eine nachhaltige und zukunftsfähige Energiepolitik. Bei der Planung neuer Baugebiete sollte gleich zu Beginn der Einsatz regenerativer Energien eingeplant werden.

Würselen brauche zudem „zukunftsfähige Verkehrsstrukturen”, Alternativen zum Auto müssten deutlich gestärkt werden. Hier fordern die Grünen die Optimierung des Radwegekonzeptes und die Attraktivierung des Öffentlichen Nahverkehrs.

Die Grünen wollen auch dafür sorgen, dass das Thema „Sebastianusschleife” nicht einschläft.

Knauf: „Wir fordern nach wie vor die Einbahnregelung am Markt und in der gesamten Sebastianusschleife. Nur eine Einbahnregelung am Markt kann die gefährliche Situation für Fußgänger, Radfahrer und spielende Kinder entschärfen.”

Weitere Themen seien „zukunftsfähige Stadtentwicklung” und Schuldenabbau.

Vorüber ist nach Aussagen der Grünen übrigens die Auseinandersetzung mit dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden Dieter Griemens, der vor wenigen Wochen die Grünen-Fraktion verlassen hatte.

Es habe „Differenzen innerhalb der Fraktion gegeben”, so Peters. „Wir schauen jetzt nach vorne. Dabei sollen die Verdienste von Dieter Griemens nicht geschmälert werden.”