Würselen: Gewerbepark Merzbrück: Baupläne müssen geändert werden

Würselen: Gewerbepark Merzbrück: Baupläne müssen geändert werden

Der Gewerbepark Aachen-Merzbrück kann vorerst noch nicht, wie geplant, im großen Stile realisiert werden. Nicht nur die Bürger hatten bei einer öffentlichen Anhörung eine Reihe von Bedenken geäußert. Vielmehr noch hatten sich die beteiligten Behörden und Träger öffentlicher Belange zu Wort gemeldet.

Dabei ergab sich für die Verwaltung der Stadt, dass eine Reihe von Fragen und Problemen noch geklärt und zum Teil auch von Gutachtern untersucht werden müssen.

Technischer Beigeordneter Till von Hoegen: Erst wenn diese Fragen und Probleme geklärt seien beziehungsweise die notwendigen Gutachten vorlägen, könnten die auf den Weg gebrachten Bebauungspläne zur Offenlage ausgearbeitet werden.

Da hierfür noch einige Verhandlungen und Vereinbarungen erforderlich sind und das Planverfahren 182a deswegen vorläufig nicht weitergeführt werden kann, schlug er dem Ausschuss für Stadtentwicklung vor, das Plangebiet auf den bereits bebauten, ehemals vom belgischen Militär genutzten Bereich und eine kleine Erweiterungsfläche nach Westen mit der geplanten neuen Anbindung an die B 264 zu reduzieren.

Der übrige Teil des bisherigen Plangebietes 182a könne ohnehin erst entwickelt werden, wenn der Bau der neuen Start- und Landebahn des Flugplatzes gesichert sei. Das hierfür notwendige Planfeststellungsverfahren sei bisher nicht eingeleitet worden.

Wie die Verwaltung den Ausschuss aufklärte, sei ein rechtskräftiger Bebauungsplan für den verkleinerten Planbereich Voraussetzung dafür, dass die Genehmigung neuer gewerblicher Nutzungen in den bestehenden ehemals militärisch genutzten Gebäuden, aber auch die Neuansiedlung in den westlichen Erweiterungsflächen erteilt werden könne.

Da hatte der Ausschuss keine andere Wahl, als die bittere Pille der Reduzierung des zu überplanenden Areals zu schlucken. CDU-Sprecher Balthasar Tirtey: „Wir sind froh, dass die Verwaltung eine Möglichkeit gefunden, den Gewerbepark Aachen-Merzbrück in Gang zu setzen.”

Es sei wichtig, dass die dort bereits bestehenden Betriebe sich erweitern könnten und damit die Voraussetzung geschaffen werde, dass sie blieben. „Wir setzten darauf, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben und neue geschaffen werden.”

SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix: „Die Firmen, die sich erweitern wollen, müssen dazu auch in die Lage versetzt werden.” Angesichts der Reduzierung nicht die Gesamtplanung aus dem Auge zu verlieren, mahnte er an.

Für die UWG begrüßte der sachkundige Bürger Hans Beckers diesen Schritt, „auch wenn wir gegen die Erweiterung des Flugplatzes sind”. Die Planungen für den gesamten Gewerbepark Aachen-Merzbrück der künftigen Städteregion zu übertragen, schlug FPD-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck vor.

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