Baesweiler: „Gesundes Wohnen mit Lehm“: Schnupperkurs beim Aktivurlaub

Baesweiler : „Gesundes Wohnen mit Lehm“: Schnupperkurs beim Aktivurlaub

Immerhin! 22 Teilnehmer hatte der Kurs „gesundes Wohnen mit Lehm“ gezogen. Der „Lehrgang“ mit dem natürlichen Baustoff gehörte zum 30. Aktivurlaub, den die Stadt Baesweiler noch bis zum Freitag, 27. Juli, anbietet.

Fachmännisch hatten Georg und Gabi Grabowski, beide Kursleiter, den Lernraum vorbereitet. In zwei Reihen warteten je drei Arbeitsplätze mit Mustertafeln auf die Interessenten. Ergänzt durch einen Arbeitsplatz aus drei raumhohen Platten am Ende der Lernstationen. Wannen, Kellen und Glätter der verschiedenen Arten hatten sie den Plätzen zugeordnet. Vier Firmen unterstützten mit verschiedenen Lehmputzen und -farben das Projekt. Die Grabowskis freuten sich, dass die Teilnehmer nicht nur aus Baesweiler angereist waren. Auch aus umliegenden Städten und sogar aus den Niederlanden kamen Interessierte.

Kräftig stampfen: Wie und in welcher Konsistenz der Lehm angerührt wird, konnte man gleich ausprobieren.

Alle hatten sie schon in irgendeiner Form Erfahrungen mit den positiven gesundheitlichen Wirkungen mit dem Urbaustoff Lehm in Wohnräumen gemacht.

Sie wussten, dass Lehm die Feuchtigkeit in Räumen regelt, Wärme speichert und in den Sommertagen ein kühles Raumklima erzeugt. Zudem war so mancher Teilnehmer überzeugt, dass Lehmwände die Strahlen des Elektrosmogs mindern und so die Gesundheit der Menschen am Arbeitsplatz erhöhen kann. Ein behagliches Wohnen war eine nachhaltige Erfahrung und dies bildete auch die Kernmotivation der Personen zwischen zehn und 70 Jahren, sich weiter zu bilden.

Besonders eingängig waren die Berichte eines Bauingenieurs. Er war stolz auf sein Studium „Naturbelassene Baukunst“ in den Niederlanden. So war auch zu erfahren, dass durch Lehmbau und Lehmfarben die Raumstaubentwicklung vermindert wird, was besonders bei Allergikern für Beachtung sorgte.

Der zehnjährige Marco aus Übach-Palenberg lernte, mit großem Geschick Lehmputz aufzutragen und Ornamente in den Putz zu kratzen. Eine weitere Teilnehmerin vertiefte sich über fast drei Stunden darin, ein Tiermotiv aus dem Lehmputz zu kratzen.

Nach zwei Stunden intensiver Kursarbeit lud Georg Grabowski zum „Meisterwerk“ der ganzen Gruppe ein. Aus Stampflehm sollte ein Kunstwerk entstehen. „Reichen noch die Kräfte?“, fragte er schmunzelnd. Am Freitag, 27. Juli, kann das Kunstwerk bei der Abschlussveranstaltung ab 18 Uhr betrachtet werden. Weitere Kurse des Aktivurlaubs finden sich unter https://bit.ly/2LDRWBM.

(mas)
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