Geschichtswerkstatt Würselen blickt zurück und nach vorne

Nach gutem Start 2018 : Geschichtswerkstatt hat viel vor in diesem Jahr

Die Geschichtswerkstatt Würselen blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. „Wir sind nach kaum mehr als einem Jahr nach der Gründung ein sehr aktiver Verein!“ Dies sagte der Vorsitzende Achim Großmann auf der gut besuchten Mitgliederversammlung im Kulturzentrum Alten Rathaus.

Einen herzlichen Willkommensgruß richtete Großmann an die ehemaligen Mitglieder des Heimatvereins Würselen, der Ende vergangenen Jahres mit der Geschichtswerkstatt fusionierte: „Wir möchten, dass sie sich schnell bei uns zuhause fühlen.“ Gestartet mit 48 Mitgliedern kurz nach der Neugründung zählt die Geschichtswerkstatt nun 198 Mitglieder. Die Arbeitskreise sowie die Projektgruppe „100 Jahre Frauenwahlrecht“ seien sehr aktiv und leisteten eine hervorragende Kulturarbeit, betonte Schriftführerin Martina Offermanns.

Doch nicht nur der Rückblick bildete ein Hauptthema des Abends, sondern vor allem der Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten. So widmet sich das nächste Schlaglicht-Heft dem 50. Jahrestag der Schließung der Grube Gouley. Ende März 1969 endete die Kohleförderung in Morsbach. Achim Großmann: „Wir wollen an diese alte Bergbaugeschichte erinnern. Da wir weitere Archivalien gefunden haben, die sorgsam ausgewertet werden müssen, wird das Heft erst im Juni erscheinen“. Die Arbeitsgruppe Familienforschung unter der Leitung von Iris Gedig und Martina Offermanns richtete u.a. einen Forscher-Stammtisch ein, der sich an jedem ersten Donnerstag im Monat trifft und bereits von 16 interessierten Mitgliedern regelmäßig besucht wird.

Sammlung authentischer Berichte

Die Arbeitsgruppe Zeitzeugen unter der Leitung von Volker Dederichs und Peter Sous befasst sich in diesem Jahr weiter mit dem Sammeln von authentischen Augenzeugenberichten zum Zweiten Weltkrieg in Würselen. Die Arbeitsgruppe Archäologie unter der Leitung von Günter Breuer legt weiterhin ihren Schwerpunkt auf die Sicherung von bereits gemachten Funden in Würselen und Umgebung. Die Arbeitsgruppe Andere Archive unter der Leitung von Günter Breuer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Daten und Fakten zur Stadt Würselen in anderen Archiven, Bibliotheken, Universitäten zu sammeln und den Mitgliedern bei ihren Recherchen behilflich zu sein. Sechs Exkursionen unternimmt der Arbeitskreis „Exkursionen“ im Jahr 2019.

Das zeitgebundene Projekt „100 Jahre Frauenwahlrecht“ wurde federführend von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Würselen, Silke Tamm-Kanj, initiiert. Eine gleichlautende Ausstellung zu diesem Thema, die bis vor kurzem im Alten Rathaus zu sehen war, stieß auf sehr große Resonanz. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Projektteils geht es jetzt in die zweite Runde. Diesmal geht es um die Recherche zu politisch aktiven Frauen in der Zeitspanne zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der kommunalen Neugliederung 1972. Es haben sich schon neue Mitglieder angemeldet. Silke Tamm-Kanj: „Die Arbeitsgruppe freut sich über weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Projekt“. Die erste Arbeitsgruppensitzung findet am Donnerstag, 25. April, 18 Uhr im Kulturzentrum Altes Rathaus an Kaiserstraße 36 statt.

Weitere Infos: www.geschichtswerkstatt-wuerselen.de

(ro)
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