Würselen: Gericht vertagt Prozess wegen Messerstecherei

Würselen: Gericht vertagt Prozess wegen Messerstecherei

Der 23-jährige Ehemann der am 21. Dezember nahe des Medizinischen Zentrums in einem Auto erstochen aufgefundenen 19 Jahre alten Frau muss sich demnächst möglicherweise wegen zweier ihm zur Last gelegter Straftaten vor Gericht verantworten.

Nach Angaben von Dr. Georg Winkel, Sprecher des Landgerichts Aachen, wurde eine für kommende Woche terminierte Verhandlung vor dem Schöffengericht Eschweiler bis auf Weiteres vertagt. Dem 23-jährigen Würselener wird vorgeworfen, im März in Eschweiler in eine Messerstecherei verwickelt gewesen zu sein. „Aufgrund des neuen Vorfalls wird die zuständige Strafkammer darüber entscheiden müssen, ob beide Verfahren zusammengefasst werden”, begründet Winkel.

Dies wird dann der Fall sein, wenn die Staatsanwaltschaft Aachen die Anklageschrift gegen den 23-Jährigen im Falle der erstochenen 19-jährigen Würselenerin, die aus Eschweiler-Bergrath stammt, fertiggestellt hat. Auch Oberstaatsanwalt Robert Deller hält es für denkbar, „dass dann eventuell eine Gesamtstrafe gebildet werden kann”.

Unterdessen hat der 23-Jährige, der am 21. Dezember selbst die Polizei gerufen und erklärt hatte, seine Frau erstochen zu haben, laut Deller bislang keine weiteren Angaben zu Tathergang und Motiv gemacht. Nach Angaben des Oberstaatsanwalts war der Mann, der in Untersuchungshaft sitzt, in der Vergangenheit bereits in einem Strafverfahren wegen Banküberfalls verurteilt worden.

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