Baesweiler: Gemütlichkeit bei Baesweiler Weinfest

Baesweiler: Gemütlichkeit bei Baesweiler Weinfest

Samstag gegen 20 Uhr „pendelt” Rolf Gerards nur noch. Zwischen seinem Auto und seinen beiden Weinständen. Er schleppt Kisten mit Weinen der Regionen Nahe, Mosel, Pfalz. Nachschub muss unbedingt her.

„Ich habe jetzt wirklich Sorge, dass der Vorrat nicht mehr reichen wird”, befürchtet der Baesweiler Weinhändler Versorgungslücken. Den Leuten schmeckt´s beim 6. Weinfest, vom Gewerbeverband Baesweiler auf dem Reyplatz angeboten.

Gerards war auf Andrang eingestellt, aber das dieser so groß sein würde, hätte auch der erfahrene Kaufmann nicht gedacht. Und das Fest hatte seine erste Hälfte noch gar nicht hinter sich. Der ganze Sonntag wartete ja noch.

Das Weinfest in Baesweiler ist ein beliebter Kommunikationspunkt geworden. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als es aus Eimern schüttete, werden die Anbieter des edlen Rebensaftes und der feinen Speisen dazu, doppelt und dreifach für ihre Mühen entschädigt.

Einerseits stimmt das Wetter bei milden 19 Grad, andererseits sind die Leute einfach nur gut drauf, sie möchten einen schönen Abend bei untergehender Sonne verleben. Auch Gabriela und Bruno Sieberichs freuen sich. Die beiden Geschäftsleute des Unternehmens verzeichnen - wie auch Rolf Gerards - reißenden Absatz.

„Mosel- und Pfalzweine laufen klasse”, jubelt Gabriela Sieberichs. Sie hat auch festgestellt, „dass die Besucher des Weinfestes in diesem Jahr sehr probierfreudig sind”. Man greift also nicht nur zur „eingefahrenen”, bekannten Sorte, man „experimentiert auch”. Davon profitiert auch Koch Heinz Rudolf Gandelheidt. Der vielfach ausgezeichnete Küchenchef kann sich vor Bestellungen gebratener Gambas kaum retten. Aber auch sein gebeizter Lachs geht gut - die Hähnchenbrust ohnehin.

Im Terminkalender von Rudi Schaffrath aus Beggendorf ist das Weinfest „gesetzt”. Er genießt das mit seiner Frau Ulrike bei einem spritzigen Mosel. Und schmiedet schon Zukunftspläne. „Morgen kommen wir mit dem Fahrrad wieder hierher”, bauen die Schaffraths ihren sonntäglichen Tanzabend im Zentrum ein, um dann „genau um 19.31 unseren Sonntagsschoppen zu genießen”, schmunzelt der Architekt. Das Treiben auf dem randvoll mit Menschen gefüllten Reyplatz sieht sich auch Gewerbeverbandsvorsitzender Günter Diederen mit zufriedener Miene an.