Würselen: Geisterfahrer auf dem Würselener Markt

Würselen: Geisterfahrer auf dem Würselener Markt

Verkehrsteilnehmer haben es in der Würselener Innenstadt traditionell nicht leicht. Auf der Suche nach einem Konzept, das die alltägliche Blechlawine möglichst ideal durch die City leitet, haben sich die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung nun auf eine weitere Etappe begeben.

Eine Einbahnregelung auf dem Markt ist derzeit Stand der Dinge, seit nunmehr neun Tagen ist die neue Verkehrsregelung in Kraft. Und diese bereitet vielen Autofahrern erhebliche Probleme.

„In den ersten Tagen ist fast jeder zweite Autofahrer falsch auf den Markt gefahren!”, sagt ein Anwohner. Das am Mittwoch voriger Woche von Mitarbeitern der KDW aufgestellte Verkehrszeichen 267 - „Verbot der Einfahrt” - werde massenhaft entweder übersehen oder schlichtweg ignoriert.

Die durch die geänderte Verkehrsführung verursachte Geisterfahrer-Problematik auf dem Markt beschäftigt auch die Fachleute der Stadtverwaltung. „Natürlich haben wir uns schon mit dem Thema auseinandergesetzt”, bekräftigt Sprecher Bernd Schaffrath. Allerdings seien mit der bereits vorgenommenen Beschilderung fast alle Möglichkeiten, die Verkehrsteilnehmer auf die neue Regelung hinzuweisen, ausgereizt. So setzt die Stadt Würselen „auf den Eingewöhnungseffekt für die Verkehrsteilnehmer”, sagt Bernd Schaffrath.

„Wir haben festgestellt, dass es dort Probleme gibt”, sagt Polizeisprecher Paul Kemen. „Wir werden den Autofahrern natürlich noch Karenzzeit geben. Bei so vielen Änderungen der Verkehrsführung, wie es sie in Würselen bereits gegeben hat, ist das jetzt eine Selbstverständlichkeit.”

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