Herzogenrath: Ganz Roda ist im „Strickfieber“

Herzogenrath : Ganz Roda ist im „Strickfieber“

Ein wenig skurril mutete es schon an, wenn man dieser Tage in Herzogenrath am Merksteiner August-Schmidt-Platz flanierte. Aberhunderte Meter Wolle, zu Schals verflochten, zieren die Baumstämme der hiesigen Grünflächen.

Windspiele und sogenannte „Traumfänger“ — selbstgebastelt von Schülern der Europaschule“ flattern in der Sommerbrise. Erst gute zwei Monate ist es her, dass sich bei Heidi Klemm vom Handarbeitskreis Merkstein der evangelischen Lydia-Gemeinde Herzogenrath die Kollegen der Awo Merkstein mit einem besonderen Anliegen meldeten. Kurz zuvor waren Abiturienten der Europaschule an die Awo herangetreten bezüglich eines Projekts beim von ihnen in Kooperation mit der Stadt geschaffenen Realize-Festivals.

Es sollte um die Verschönerung des Stadtbilds durch „bunte Akzente“ gehen. Schnell konnte auch Klemm von der Idee überzeugt werden. Der Handarbeitskreis machte sich fortan an die Strickarbeiten. Mit ins Boot geholt wurden außerdem die Altenheime in Herzogenrath, Kohlscheid und Merkstein. Anforderungen bezüglich des Umweltschutzes wurden in Kooperation mit den Ämtern bereits im Vorfeld erfüllt.

Von da an war in der gesamte Kommune das „Strickfieber“ ausgebrochen. Unlängst installierten die Verantwortlichen die ersten Strickarbeiten an Bäumen im gesamten Stadtgebiet. „Das Projekt endet vorerst mit dem Festival. Die Wolle bleibt jedoch weiter hängen, bis sie unansehnlich wird“, erläuterte Klemm, die auch ihren eigenen Schal an einem Ast wiederentdeckte. Zahllose Hingucker haben die Schüler mit ihren Helfern zweifelsohne geschaffen.

(yl)
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