Baesweiler: Für die Hauptschule in Baesweiler wird es immer enger

Baesweiler: Für die Hauptschule in Baesweiler wird es immer enger

Zumindest einige der Zahlen dürften heute Abend für Diskussionsbedarf sorgen. Um 18 Uhr wird sich der Schulausschuss bei seiner Sitzung in der Friedensschule mit den Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr befassen.

Und vor allem was die Hauptschule betrifft, sehen die nicht wirklich gut aus. Gerade einmal 19 Schüler sollen nach den Sommerferien die fünfte Klasse an der Goetheschule besuchen. Das ist exakt einer mehr, als das Land Nordrhein-Westfalen als unterste Grenze für die Einrichtung einer Eingangsklasse festgeschrieben hat. Zwar sind die Anmeldezahlen an dieser Hauptschule seit längerem rückläufig, doch zum laufenden Schuljahr hatten die Eltern immerhin noch 31 Kinder angemeldet — das waren sogar genug für zwei Klassen.

Und bald? Gibt es gar keine Klasse mehr? Das scheint möglich. Dass die geringe Anmeldezahl weitere Schärfe in die politische Diskussion bringen wird — CDU und FDP werben vor der Kommunalwahl für den Erhalt aller Schulformen in der Stadt, SPD und Grüne wollen hingegen möglichst rasch die Einrichtung einer Sekundar- und Gesamtschule prüfen —, hält Baesweilers Schulamtsleiter Wolfgang Ohler für denkbar.

„Das ist eine Zahl, die kritisch ist“, sagt er. Wirklichen Einfluss auf die Anmeldezahlen hat die Stadt freilich nicht. „Es ist leider eine allgemeine Entwicklung, dass Eltern sich immer seltener für die Hauptschule als geeignete Schulform für ihre Kinder entscheiden.

Das wird von uns sehr bedauert — aber es bringt uns in einen Handlungszwang“, sagt Ohler. Zwar könne sich die Schülerzahl noch erhöhen, wie die Erfahrung zeige — etwa durch Kinder, die in der Realschule oder am Gymnasium in der Orientierungsphase scheitern. Doch müsse man wohl über Alternativen nachdenken. Er erwartet, dass das am heutigen Abend geschieht.

Spitz auf Knopf steht es weiterhin für die Beggendorfer Grundschule. Dort sind 13 Kinder angemeldet worden. Sofern die Zahl in den kommenden Jahren nicht steigt — aktuell besuchen 52 Kinder die Schule, und mindestens 46 sind nötig —, wird die Schule insgesamt zu wenig Schüler haben. Dann kann sie selbst wie bislang als so genannter Teilstandort der Grengrachtschule nicht weiter geführt werden.