Baesweiler: Freiwillige Feuerwehr: Neues Löschfahrzeug geliefert

Baesweiler: Freiwillige Feuerwehr: Neues Löschfahrzeug geliefert

Das Frühjahr nimmt sich gut an für Baesweilers Freiwillige Feuerwehr. Zur Jahreshauptversammlung brachte Dr. Willi Linkens, Bürgermeister und oberster Dienstherr der Wehr in Baesweiler, zwei „dicke Geschenke“ mit. Quasi als Lohn für die hervorragend geleistete Arbeit der Wehr im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Löschwassertank „vergessen“

Bevor die Wehr und ihr Leiter Dieter Kettenhofen in die Jahresberichte und den Ehrungsblock eintauchten, wurden zunächst Schlüssel vor dem neuen Oidtweiler Bürgertreff verteilt. Das tat Willi Linkens gern und begleitend mit den Worten, „was lange währt, wird endlich gut“. Es hatte seine Zeit gedauert bis die Herstellerfirma das Löschfahrzeug 20/16 TS so anfertigte, wie es die Stadtverwaltung bestellt hatte. Zunächst hatte man seitens der Lieferfirma den größeren Löschwassertank „vergessen“.

Dennoch: „Das Warten hat sich gelohnt“, betonte Linkens bei der Übergabe des 280.000 Euro teuren Fahrzeuges. Das wurde von den Pastoren Ferdi Bruckes und Jochen Gürtler gesegnet, so auch das neue Mannschafts-Transportfahrzeug TS 5.

Apropos neu: Ein weiterer Wagen des Typs LF 20/16 ist in Arbeit und soll noch in diesem Jahr zur Auslieferung kommen. Zudem hat Baesweilers Wehr im umfassenden Maße den Austausch der Schutzkleidung in diesem Jahr vor sich. Die Schlüssel für die neuen Autos überreichte Linkens an Loverichs Löschgruppenführer René Steinbrügger und Vizechef des Beggendorfer Zuges, Ralf Hilgers.

„Unsere Leute haben sehr viel geleistet“, sagte Stadtbrandmeister Dieter Kettenhofen über die insgesamt 250 Engagierten, die sich in 169 aktive Wehrleute, 29 Angehörige der Jugendfeuerwehr und 52 Angehörige der Ehrenabteilung aufteilen.

Die insgesamt geleisteten Dienststunden erreichen die Zahl von 17 716 und beinhalten drei Großbrände, vier mittlere und 28 Kleinbrände. Zehn blinde Alarme und zehn Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen tauchten aber auch in der Statistik auf.Die Zahl der Einsatzstunden nannte Willi Linkens eine „enorm hohe Zahl“. Er ging aber auch auf nicht von der Stadt verursachte Probleme von „fehlerhaften Sirenenalarmierungen ein, die in letzter Zeit mehrfach vorkamen“. Linkens hofft, „dass wir bald mit diesem Thema durch sind“.

Stolz ist die Wehr darauf, dass sie 2013 den Ehrenlöwen der Stadt für ihr Engagement überreicht bekam. Ärgerlich waren hingegen die beiden Einbrüche ins Gerätehaus Loverich. Lobesworte erntete die Wehr von Kreisbrandmeister Bernd Hollands. Für eine Freiwillige Feuerwehr „ist es nicht so einfach, die Zahlen zu schaffen, die Ihr erbracht habt“. Kurz ging der Kreisbrandmeister auch auf das Thema „Neues Feuerschutzmodell ein, dass derzeit erarbeitet wird und ab dem 25. Mai als Referentenentwurf vorliegen soll“.

Eine der höchsten Ehrungen, die Hollands je vorgenommen hat betraf Baesweilers Stadtbrandmeister in Ruhestand, Hans-Josef Hermanns. Für ihn hatte er das Feuerwehrehrenzeichen der „Sonderstufe in Silber“ mitgebracht.

Ehrungen im Rahmen der Jahreshauptversammlung: Willi Linkens, Bernd Hollands, Dieter Kettenhofen und Stellvertreter Dirk Grein zeichneten aus: Feuerwehrehrenzeichen (FEZ) in Silber, 25 Jahre: Jörg Aretz, Dirk Beemelmanns, Frank Bings, Dirk Stankopf, Thomas Weihrauch; FEZ Gold, 35 Jahre: Willi Thelen, Dieter Kettenhofen; Silberne Ehrennadel FWV Aachen: Ralf Hilgers, Ralf Oberle, Marita Oberle; Goldene Ehrennadel FWV Aachen: Andreas Büttner, Christoph Baldes; Ehrennadel Sonderstufe: Hans-Josef Hermanns, Aktive Mitgliedschaften in der Baesweiler Wehr, 40 Jahre: Heinz-Josef Reinartz, Jakob Roosen, Karl-Heinz Thönnissen, 50 Jahre: Wilhelm Everhartz.

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