Würselen: Feuerwerk, Müll und eine tote Ente: Dorfteich verwüstet

Würselen: Feuerwerk, Müll und eine tote Ente: Dorfteich verwüstet

Um es vorweg zu nehmen: Hubert Beckers und Peter Schüller, in Bardenberg als „Entenväter” wohlbekannt, sind keine Kinder von Traurigkeit und auch keine Spaßverderber. Für ihren unermüdlichen Einsatz zur Pflege des Bardenberger Dorfteiches, auch „Sturms Pool” genannt, und dessen gefiederten Bewohnern wurden sie bereits mit der Ehrenmedaille der Stadt Würselen ausgezeichnet.

Doch was sie nach der Silvesternacht am Entenweiher vorfanden, das brachte sie gehörig auf die Palme.

„Es war, als ob die Vandalen gehaust hätten”, empörten sie sich. Nicht nur Reste von ausgebrannten Feuerwerkskörpern am und vor allem im Wasser, auch herumliegende Flaschen und Gläser und sogar eine verendete Zierente, die späterhin im Schilf aufgefunden wurde, seien die miese Bilanz falsch verstandener Silvester-Fröhlichkeit gewesen.

Hubert Beckers fragt sich: „Ob die Verursacher einen Augenblick darüber nachgedacht haben, was sie der hilflosen Kreatur mit ihrem Explosionslärm angetan haben?” Peter Schüller ergänzt: „Geht man so mit einem dörflichen Kleinod um, an dem sich die Bardenberger täglich erfreuen? Gibt es keine anderen Plätze im Dörflein, wo Knallkörper gezündet werden können, ohne solche Folgen auszulösen?” Im Wiederholungsfalle sollten die Anwohner nicht davor zurückschrecken, die Ordnungshüter zu alarmieren.

Es gelte nämlich, neben der Natur auch ein dörfliches, der Allgemeinheit dienendes Kleinod zu erhalten, sind sich die beiden Entenväter einig.

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