Alsdorf: Feuerwache in Alsdorf wird erweitert und saniert

Alsdorf : Feuerwache in Alsdorf wird erweitert und saniert

Die Feuerwache an der Luisenstraße wird saniert und erweitert. Die Maßnahme beginnt in diesem September und soll voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. „Das Platzangebot ist mehr als begrenzt, teilweise stehen die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange“, erklärt Markus Dohms, stellvertretender Leiter der Alsdorfer Wache.

Das sei allein aus Gründen des Unfallschutzes nicht zulässig. Drum die Erweiterung der Fahrzeughalle. Außerdem wird die Schließanlage erneuert, die Hoffläche ebenso wie der Boden der Fahrzeughalle saniert.

Die neue Halle ganz links von der Straße „Am Feuerwehrhaus“ aus gesehen. Grafik: Grund- und Stadtentwicklung Alsdorf.

Die Arbeiten werden in vier Bauabschnitte unterteilt. Ab September 2018 wird Abschnitt 1 geplant und ausgeschrieben, bis November soll er fertig sein. Es handelt sich um die Erneuerung der Schließanlage, die künftig elektronisch funktionieren und aus der Ferne steuerbar sein soll. Der Wechsel ist nötig, erklärt Dohms, weil die Gebäude an der Luisenstraße künftig nicht mehr dauerhaft besetzt sein werden.

Bereits seit Oktober 2016 kommen Notrufe, die zuvor in Alsdorf eingegangen waren, in der städteregionalen Leitstelle der Feuerwehr in Aachen an. In einer Übergangszeit war die Alsdorfer Wache dennoch besetzt und damit der Zugang gesichert. In Zukunft wird die Wache aus Aachen bedient werden können.

In Bauabschnitt 2, der von April bis Mai kommenden Jahres über die Bühne gebracht werden soll, wird die Hoffläche saniert. Bedeutet: Asphaltbelag und Entwässerung des Innenhofes, bestehend aus Übungshof und Parkplatz, werden komplett erneuert. Die Maßnahmen werden in zwei Teilabschnitte aufgebrochen, um jederzeit ausreichend Stellplätze im Zuge des Dienstbetriebs der Feuerwache zur Verfügung zu haben. Die Hoffläche wird außerdem um ein kleines Stück erweitert, indem eine kleine Rasenfläche asphaltiert wird. Die elektrische Schiebetoranlage wird verlegt sowie ein Lagercontainer und Gefahrstofflager errichtet werden.

Der Hallenboden in der Fahrzeughalle wird in Bauabschnitt 3 (Mai bis Juni 2019) zunächst einmal rückgebaut. Das alte Material wird entsorgt, die Entwässerung erneuert und dann ein „keramischer Rüttelfliesenbelag“ verlegt — selbstverständlich rutschsicher, wie Koppe bei der Vorstellung der Planung in der jüngsten Sitzung für Gebäudewirtschaft erklärte. Die Sanierung ist nötig geworden, weil der alte Belag nicht ausreichend stark unterbaut war und mit den Belastungen durch die schweren Feuerwehrfahrzeuge extrem verschliss.

Die Fahrzeughalle wird außerdem — Bauabschnitt 4, Juli bis Dezember 2019 — erweitert um eine Fahrzeughalle in Stahlbauweise, die hinter den fünf Rolltoren drei Fahrzeuge aufnehmen kann. Rolltore sind ein gutes Stichwort. Mangelnder Platz in der vorhandenen Fahrzeughalle ist ein Grund für die Erweiterung. Wie erwähnt, stehen die Einsatzfahrzeuge zu dicht in der vorhandenen Halle, was rechtlich problematisch sei.

Rolltore zu niedrig

Der andere Grund: Neue Fahrzeuge, die in naher Zukunft angeschafft werden müssen, passen gar nicht mehr unter den alten Rolltoren durch, weil sie in den Ausmaßen gewachsen seien, wie Dohms erklärt. Sie einfach auf den Hof zu stellen, gehe nicht, weil sich in den Fahrzeugen nicht nur frostempfindliches Wasser befinde, sondern ebensolche Technik, wie Messinstrumente oder der Funk. In der Halle hängen die Wagen dauerhaft an einer sogenannten Absauganlage, die verhindert, dass Abgase für schlechte Luft in den Räumen sorgen. Daneben soll eine kleine Elektrowerkstatt (circa 20 Quadratmeter) ihren Platz in der Erweiterung finden.

Einsatzfahrzeuge, die langsam in ein Alter kommen, in dem Ersatzteile immer schwieriger zu beschaffen seien, würden ersetzt, erklärt Dohms. Die Dienstzeit sei in der Regel nach 25 bis 30 Jahren beendet. In Alsdorf treffe das derzeit zum Beispiel auf den Gerätewagen Gefahrgut und ein Löschgruppenfahrzeug zu.