Würselen: FDP fordert mehr Infos zur Schullandschaft

Würselen: FDP fordert mehr Infos zur Schullandschaft

Die Würselener Schullandschaft ist im Umbruch. Da die Hauptschule zu wenige Anmeldungen (aktuell 13) für einen Weiterbetrieb hat, machen sich die Politik und Verwaltung Gedanken, in welcher Form künftig der Hauptschulabschluss in der Stadt weiter angeboten werden kann.

Die Behauptung einer Bevorzugung einer Verbundschule aus Haupt- und Realschule weist die FDP-Fraktion indes mit Nachdruck zurück. Darauf weisen Barbara Breuer, schulpolitische Sprecherin der Fraktion, und Fraktionsvorsitzender Hans Carduck hin. Dies gehe eindeutig aus dem geänderten Beschlussvorschlag der Jamaika-Kooperation zur Verwaltungsvorlage des jüngsten Bildungsausschusses hervor, der mit den Stimmen von FDP, CDU, Grünen und UWG eine breite Zustimmung gefunden habe.

Vorrangig der Elternwille maßgeblich

„Wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass auch in Zukunft in unserer Stadt alle Schulabschlüsse, inklusive des Hauptschulabschlusses, angeboten werden. Dass dabei vorrangig der Elternwille maßgeblich ist und zu gegebener Zeit auch eine Elternbefragung stattfinden soll, ist für uns Liberale selbstverständlich”, betonen Breuer und Carduck.

Der Antrag der SPD mit Datum vom 9. Mai zur sofortigen Elternbefragung sei klar erkennbar an die Vorlage der Verwaltung, die vom 5. Mai datiere, angelehnt. Die im Beschluss angemahnte, nunmehr zügige Erstellung eines städtischen Bildungskonzeptes (beantragt schon 2008), werde die Auswirkungen der unterschiedlichen ins Auge gefassten Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Der Bevölkerung das „Machbare” aufzeigen

Dabei sollten nicht nur die finanziellen Auswirkungen auf den Not-Haushalt der Stadt, sondern auch ein optimales Gebäudemanagment der Würselener Schulen, inklusive der offenen Fragen zur Zukunft des Euregio-Kollegs, berücksichtigt werden. Diese Fragen müssen laut FDP vor einer Elternbefragung geklärt werden, damit der Bevölkerung das „Machbare” aufgezeigt werden könne.

„Die Zeiten ideologisch motivierter Schulpolitik, die auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird, sollten der Vergangenheit angehören. Jedenfalls weisen wir mit Nachdruck die von den Sozialdemokraten ohne detaillierte Kenntnis der Rahmenbedingungen angedeutete eindeutige Bevorzugung einzelner Schulmodelle in unserer Stadt zurück. Dem Wunsch der großen Mehrheit der im Rat der Stadt vertretenen Parteien, zu einer gemeinsamen Lösung für Würselen zu kommen, schließen wir uns gerne an”, erklären Breuer und Carduck im Namen der FDP-Fraktion.