Würselen: Fastenbrechen dient dem persönlichen Gespräch

Würselen: Fastenbrechen dient dem persönlichen Gespräch

Am 9. Juli hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen, der mit dem dreitägigen Zuckerfest vom 8. bis 10. August endet. In dieser Zeit ist es bei den Muslimen guter Brauch, das Fasten mit Verwandten und Freunden, aber auch Geschäftspartnern zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs zu brechen.

Dabei werden Freundschaften geschlossen und bestehende Kontakte vertieft.

Aus diesem tieferen Grund hatte jetzt der Geschäftsführende Gesellschafter der Sahinler Group Europe, Kemal Sahin — die Unternehmsgruppe zählt weltweit rund 8000 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten — zum Fastenbrechen in die Europazentrale an der Marshallstraße eingeladen.

Weit über 100 Freunde aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Unterstützer der Stiftung „Bildung! Egitim“ und Mitglieder der TD-Plattform, einer bundesweiten Vereinigung der deutsch-türkischenstämmigen Studierenden und Jungakademiker waren seiner Einladung gefolgt.

Ob des herrlichen Sommerwetters begrüßte sie der „Firmenchef“unter freiem Himmel persönlich. Ziel des gemeinsamen Fastenbrechens, das pünktlich um 21.47 Uhr begann, sei es, den interkulturellen Dialog verschiedener Kulturen und Religionsgemeinschaften zu fördern, betonte Sahin. „Ich fühle mich unter Freunden“, begrüßte Würselens Bürgermeister Arno Nelles die Initiative des türkischen Unternehmers. Sein deutsches Textilunternehmen sei ein Musterbeispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen.

Lobende Worte fanden auch die Landtagsabgeordneten Serap Güler (CDU) aus Köln und Armin Laschet (CDU) aus Aachen, aber auch die Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheidt (Grüne) und die Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Städteregionstag, Ingrid von Morandell. Weiterhin gaben sich der türkische Honorarkonsul Hans-Josef Thouet und der Vizepräsident der Stiftung „Bildung! Egitim“, Engin Olguner, die Ehre. Nicht zuletzt war der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde in Aachen, Abduraman Kol, zum Fastenbrechen mit dem türkischen Unternehmen gekommen.

Zwischen den einzelnen Gängen — als Hauptgericht gab es Hähnchen mit Reis — stand in persönlichen Gesprächen die Begegnung von Mensch zu Mensch im Mittelpunkt des freudigen Festes, wobei das Thema Arbeit eher Nebensache war.

(ehg)