Würselen: Fahnenwirbel lockt viele Schaulustige zu den Würselener Jungenspiele

Würselen : Fahnenwirbel lockt viele Schaulustige zu den Würselener Jungenspiele

Über 120 Fahnenschwenker zeigten auf dem Kirchplatz vor St. Sebastian wieder ihr akrobatisches Können. Damit kündigte sich ein weiterer Höhepunkt der Würselener Jungenspiele 2018 am Kirmessonntag an.

Bereits in den frühen Morgenstunden zogen die Jungen- und Königsspiele Markt-Preck, Oppen-Haal, Morsbach, Schweilbach-Teut, Scherberg und Bissen zu den Klängen der Trommler- und Pfeiferkorps und der Blasmusikapellen durch ihre „Quartiere“. Diese sechs Festzüge hatten ein Ziel im Visier: den Marktplatz in Würselen zum traditionellen Fahnenschwenken aller innerstädtischen Jungenspiele.

Würselen. Über 120 Fahnenschwenker zeigten auf dem Kirchplatz vor St. Sebastian wieder ihr akrobatisches Können. Damit kündigte sich ein weiterer Höhepunkt der Würselener Jungenspiele 2018 am Kirmessonntag an. Bereits in den frühen Morgenstunden zogen. Foto: Wolfgang Sevenich

Zu diesem Zeitpunkt war die Würselener Großkirmes schon zwei Tage lang voll im Gange. „Die Jungenspiele sind mit dem Auftakt in diesem Jahr sehr zufrieden“, berichtet der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele (AWJ), Hans Maaßen, von sehr guter, friedlicher Stimmung und bester Kirmeslaune in den sechs Festzelten. Gemeinsam mit Vize-Bürgermeister Winfried Hahn und dem Beigeordneten Roger Nießen stellte Hans Maaßen die Spielspitzen der Jungenspiele mit ihren Fahnenschwenkern und den zahlreichen Schützenbruderschaften mit ihren Majestäten offiziell vor.

Seit 40 Jahren dem Sport und der Tradition verbunden: Die Bissener Fahnenschwenker (l.) zeigten ihr Können. Pritschenkinder (oben) dürfen dabei nicht fehlen. Bei der Weltmeisterschaft im Fahnenhochwerfen in Nusplingen war Philipp Meens (unten ganz links) besonders erfolgreich. Die Mannschaft belegte den 3. Platz. Foto: Wolfgang Sevenich

Vom festlich dekorierten Balkon gegenüber der Pfarrkirche aus beobachtete der „Vater der Würselener Jungenspiele“, Stadtdirektor Albert Cramer, mit seiner Frau Marianne das muntere Geschehen. Auch der AWJ-Ehrenvorsitzende Willi Kriescher war mit der befreundeten Familie Kurt Seiffert aus Hildburghausen wie immer ein interessierter Beobachter des Geschehens. Der stellvertretende Bürgermeister Winfried Hahn — Bürgermeister Arno Nelles weilte noch in Urlaub — freute sich über die recht hohe Zahl von Zuschauern an diesem Morgen: „Dies zeigt, dass das Brauchtum Jungenspiele lebt und weiterhin unterstützt wird!“

Schlag auf Schlag

Direkt nach Abschluss des Festgottesdienstes in St. Sebastian, gestaltet von Pfarrvikar Karl-Josef Pütz in Konzelebration mit Kaplan Dr. Andreas Möhling, konnte das Fahnenschwenken beginnen. Die zehn Fahnenschwenker des Königsspiels Scherberg unter der Leitung von Rolf und Heinz Paffen begeisterten mit ihrem Synchronschwenken. Schlag auf Schlag ging es weiter mit den Fahnenschwenkern des Morsbacher-Siedler Königsspiels. Zurzeit besteht die Fahnenschwenkergruppe aus zwölf aktiven Erwachsenen und vier Jugendlichen. Auch die Fahnenschwenker des Königsspiels Schweilbach-Teut, seit vielen Jahren geleitet von Volker Dederichs, wussten zu begeistern.

Mit dem frisch gebackenen Weltmeister Philipp Meens wurden die Fahnenschwenker des Königsspiels Markt-Preck von den Zuschauern gefeiert. Erst am Vorabend kehrten die Markt-Precker Fahnenschwenker von der Weltmeisterschaft im Fahnenhochwerfen aus Nusplingen bei Rottweil in Baden-Württemberg nach Würselen zurück. Mit seinem Fahnenhochwurf über sieben Meter siegte Philipp Meens in seiner Altersklasse bei dem international besetzten Wettkampf. In der Mannschaftswertung errangen die Würselener sehr zur Freude des Leiters der Fahnenschwenker, Michael Kriescher, den dritten Platz.

Ein rundes Jubiläum unter dem Motto „Seit 40 Jahren dem Sport und der Tradition verbunden, sowie der Zukunft verpflichtet!“ feiert in dieser Jungenspielsaison die Fahnenschwenkergruppe (FSG) Bissen unter dem Vorsitz des stellvertretenden Bürgermeisters Hans-Josef Bülles. Anlässlich des Jubiläums präsentierte die muntere Truppe ihre neuen Fahnentücher. Das Jungenspiel Elchenrath „ruht“ zwar seit geraumer Zeit, dies gilt aber nicht für die Elchenrather Fahnenschwenker, die mit ihrem Vorsitzenden Willi Hendriks wieder dabei waren.

Eine tolle Show ganz in „Rot-Weiß“ zu den Klängen von Torben Kleins Hit „Für die Ewigkeit“ präsentierten zum Abschluss die Fahnenschwenker des Jungenspiels Oppen-Haal unter der Leitung von Ulrich Grossmann. In bester Kirmeslaune marschierten die Jungenspiele zurück in ihre Festzelte, wo bereits die Vorfreude auf den großen Festzug aller Würselener Jungenspiele am Abend weiter stieg. Mehr dazu in der morgigen Ausgabe.

(ro)
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