Herzogenrath: Europaschule: Moderne Räume für die Naturwissenschaften

Herzogenrath : Europaschule: Moderne Räume für die Naturwissenschaften

Die Schüler des Leistungskurses Biologie von Lehrerin Barbara Diedrichs nahmen kaum Notiz von der kleinen Gruppe um Schulleiter Michael Schmitt sowie Josef Poqué und Thomas Hendriks vom städtischen Schulamt. Konzentriert und völlig in die Materie versunken arbeiteten die angehenden Abiturienten in kleinen Gruppen an verschiedenen Experimenten.

„Erarbeiten und Präsentieren“ heißen die Schlüsselwörter, mit denen die neuen naturwissenschaftlichen Fachräume an der Europaschule Herzogenrath den Unterricht in Physik, Biologie und Chemie auf ein zeitgemäßes Level heben werden. Nach der offiziellen Übergabe zu Beginn des Jahres stehen der Schule nun die ersten zwei von insgesamt acht geplanten Forschungsräumen zur Verfügung.

Zur Verdeutlichung der technischen Innovationen in den neuen Räumen führte Schulleiter Schmitt seine Begleiter auch in einen der „alten“ Räume. Frontalunterricht, unzureichende Flexibilität beim Vorführen von Experimenten und fehlende Anschlüsse für Gas, Strom und Multimedia ließen fast den Eindruck einer Zeitkapsel entstehen. Mit der „flächendeckenden und durchdachten Investition in die Bildung“ folge die Stadt Herzogenrath einem ihrer elementarsten Grundsätze, erläuterte Poqué. Bis 2023 sollen alle acht Räume fertig gestellt werden.

Die relativ lange Vorlaufzeit erklärt Schmitt darin, dass der Schulbetrieb von den Umbaumaßnahmen nicht beeinflusst werden soll. Kompromisse bei der Bauzeit seien somit unumgänglich.

Als Lehrer für Biologie lobte Schmitt auch die Reaktion der Schüler: „Aus der Lehrersicht gibt es nun weitaus mehr Kompetenzen und Möglichkeiten, die abgedeckt werden können. Die Schüler haben vom ersten Tag an grandios mitgezogen und zeigen großes Interesse.“ Auch für andere Fächer seien die Räume interessant, da durch die großzügige Ausstattung jeglicher Stoff multimedial präsentiert werden kann.

Thomas Hendriks deutete an, dass zum Ende des Jahres zwei weitere Räume fertiggestellt werden können — quasi als „Weihnachtsgeschenk“. Somit kämen in absehbarer Zeit noch mehr Schüler in den Genuss der neuen Innovationen. Ein großer Touchscreen verdeutlicht interaktiv Skizzen, Tabellen und Aufnahmen, während ein flexibler Experimentiertisch inklusive Abzug chemische Arbeiten erleichtert.

Themen wie die „ökologische Potenz“, welches die Klasse von Diedrichs behandelte, sind nun keine graue Theorie mehr, sondern können mit allen Sinnen erlebt und erforscht werden.

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