Erweiterungsbau der GHG in Alsdorf soll im August eröffnet werden

Gustav-Heinemann-Gesamtschule: Erweiterungsbau soll im August eröffnet werden

Richtfest an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Sie wird um vier multifunktionale Klassenräume in einem neuen Gebäude ergänzt.

Ein ausgemusterter Weihnachtsbaum als Richtkranzersatz thronte auf den rauhen Mauern „Am Klött“. Der Grund: Richtfest für den neuen Erweiterungsbau an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (GHG) in Alsdorf. 378 Quadratmeter soll den 1300 Schülerinnen und Schülern zusätzlich zur Verfügung stehen, wenn der Bau voraussichtlich im August eingeweiht und zum folgenden Schuljahr nutzbar sein wird. Knapp eine Million Euro (991.197) wird er – Stand heute – dann gekostet haben.

Das Geld wird zu 100 Prozent aus dem Landesförderprogramm „Gute Schule 2020“ stammen. Mit dem Bau wolle man „an der größten Schule in städtischer Trägerschaft“ mehr Platz schaffen für Inklusion, differenzierten Unterricht und die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren, erklärte Bürgermeister Alfred Sonders. Gerade beim Thema Inklusion bestehe ein hoher Raumbedarf, um in kleinen Gruppen arbeiten zu können.

Die sechszügige GHG sei für die Stadt eine wichtige Schule, weil dort alle Abschlüsse gemacht werden können und der Weg zum Abitur auch Schülerinnen und Schülern offenstehe, die beim Wechsel auf die weiterführenden Schulen keine Empfehlung für ein Gymnasium bekommen hatten.

Mobile Trennwände

An der GHG werden dafür ab dem Schuljahr 2019/2020 im Erweiterungsbau – einem eingeschossigen Bau mit flachem Pultdach – vier multifunktionale Klassenräume mehr vorhanden sein.

Sie werden mit mobilen Trennwänden zu zwei großen Klassenzimmern zusammengeschlossen werden können, zum Beispiel, um Abiturklausuren schreiben zu können, erklärt Architektin Barbara Löning von „Löning Architektur Aachen“, verantwortlich für Entwurf, Ausschreibung der Arbeiten und Bauleitung. Daneben werden eine WC-Anlage und ein kleiner Technikraum gebaut, das Gebäude wird mit Akustikdecken und LED-Beleuchtung ausgestattet.

Mitte Oktober war mit den Vorarbeiten begonnen worden, gleich vor der Schule „Am Klött“ mussten einige Bäume gefällt und eine Betoneinfassung abgebrochen werden. Der Bau werde weitestgehend barrierefrei, nur in Details – der Höhe der Türklinken etwa – sei man von Vorgaben für Barrierefreiheit zugunsten des Schulalltags abgewichen. Die Stadtentwicklung Alsdorf GmbH (SEA) setzt die Maßnahme im Auftrag der Stadt Alsdorf um.

Die knapp eine Million Euro, die nun in Form des Erweiterungsbaus in die Einrichtung fließen, ist nicht die erste Investition in den Schulstandort innerhalb der vergangenen Jahre. Rund sechs Millionen Euro seien, so Sonders, bereits in die Erneuerung von Fenstern und Beleuchtung, in eine neue Turnhalle und in die Digitalisierung gesteckt worden.

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