Erster Würselener Karnevalsverein 90 Jahre alt

Erster Würselener Karnevalsverein : Auftakt in die Session gleich mit einem Höhepunkt

90. Geburtstag, Nachwuchsarbeit und soziale Verantwortung: Über diese und weitere Themen sprach unsere Zeitung mit dem Vorsitzenden des Ersten Würselener Karnevals-Vereins (WKV), Rudi Mainz, und dem Präsidenten Gian Mario Candrian.

Herr Mainz, in wenigen Tagen beginnt die Karnevalssession 2018/2019. Sie starten mit einem besonderen Höhepunkt: der „Kölschen Nacht“ am Samstag, 3. November, 19 Uhr, unter anderen mit dem Würselener Torben Klein, der noch bis März 2019 zu den „Räubern“ gehört. Gibt es noch Karten für dieses Konzert in der Aula?

Mainz: Wir freuen uns sehr auf diese Veranstaltung. Dass uns als Top-Act der Coup „Räuber“ mit dem Würselener Bandleader Torben Klein erneut gelungen ist, darüber sind wir schon mächtig stolz. Neben den Räubern kommen weitere bekannte Künstler aus dem Kölner Karneval. Dass unser Torben dann sein Abschiedskonzert für Würselen bei uns gibt, ist eine tolle Geschichte. Wir geben uns viel Mühe und gehen an die Grenze des Machbaren, um den Würselenern eine solche Veranstaltung zu günstigen Konditionen am Anfang der Session zu bieten. Es gibt noch einige Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen. An der Abendkasse werden für Kurzentschlossene noch Karten bereitgehalten.

Wie laufen die Vorbereitungen für die Session?

Mainz: Ein weiteres Jubiläum bahnt sich an: Der 1. Würselener Karnevalsverein wird 90 Jahre „jung“. Aus den Unterlagen geht hervor, dass schon unsere Gründungsväter den Verein breit aufgestellt haben: Straßenkarneval, Volksnähe und soziale Kompetenz waren und bleiben die Attribute, auf denen bis zum heutigen Tag unser Wirken aufbaut.

Worauf dürfen sich die Karnevalsfreunde besonders freuen?

Mainz: Auf eine tolle Session, in der der 1. WKV, hoffentlich für alle Jecken gute Veranstaltungen vorbereitet hat. In der Festsitzung am 12. Januar gibt sich unter anderen „Et Rumpelstilzchen“ die Ehre, bei der Matinee der Prinzengarde am 10. Februar erwarten wir Gastvereine auch aus Linz, Bonn und Aachen. Hinzu kommen die Kneipenherrensitzung am 6. Januar, unsere Mädelsparty bei Berks am 18. Januar und die Kindersitzung am 2. Februar.

Wie hat sich der Verein verändert?

Candrian: Sehr, in allen Abteilungen – ob Elferrat, Senat, Prinzengarde und Jugend – durften wir viele neue Mitglieder begrüßen. Das hat natürlich auch in der Außendarstellung seine Wirkung, so dass wir mittlerweile auch von größeren Karnevalsvereinen anders wahrgenommen werden. Insbesondere durch den hervorragenden Einsatz der Jugendleitung wurden viele Kinder, die Freude am Tanzen und Spaß in der Gemeinschaft haben, neu in den Verein integriert . Verbunden ist dies natürlich mit viel Arbeit und auch mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand, den die Jugendabteilung alleine eigentlich nicht mehr leisten kann und auch den Gesamtverein an seine Grenzen führt. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch ein paar Förderer für die Belange der Jugendabteilung einbringen würden. Denn die Jugend ist die Zukunft eines jeden Vereins!

Als Präsident gehen Sie in Ihre zweite Session. Was macht den besonderen Reiz an diesem Ehrenamt aus?

Candrian: Wie Sie richtigerweise bemerken, ist es ein Ehrenamt. Und es ist auch eine Ehre, dieses Amt auszufüllen und den Verein repräsentieren zu dürfen. Man lernt viele unterschiedliche Personen kennen, denen man dann teilweise im nichtkarnevalistischen Leben wieder begegnet. Und es ist schon ein Erlebnis auf der Bühne in der Aula zu stehen, wenn der ganze Verein einmarschiert. Wobei mein Amt im geschäftsführenden Vorstand in keiner Weise mit Aufwand und Einsatz der anderen Vorstandskolleginnen und -kollegen zu vergleichen ist. Sie alle leisten eine hervorragende Arbeit im Laufe des Jahres.

Ein Traditionsverein wie der 1. WKV hat ohne Zweifel auch eine soziale Verantwortung. Wie versucht der 1. WKV dieser Aufgabe gerecht zu werden?

Mainz: Auch hier haben uns die Gründungsväter schon den Weg gezeigt. Erfolgreiche Vereinsarbeit fußt auf einer guten Jugendarbeit und auf einer ganz einfachen Regel: Wer bei uns mitmachen möchte, der kann dies auch tun. Ohne Ansehen der Person machen wir es möglich, jeder auf seinem Platz. Darüber hinaus geben wir auch gerne Eintrittskarten für unsere Veranstaltung an soziale Zwecke.

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